Der starke Insektensommer fordert nicht nur Notärzte, sondern auch die Feuerwehren: Mehr als 10.000-mal mussten sie heuer bisher schon in Oberösterreich ausrücken, um Nester zu entfernen. Das ist eine noch nie dagewesene Zahl an Insekteneinsätzen.
„Wespen wüten! Notärzte sind im Dauer-Einsatz“, titelte die „Krone“ Anfang August. Durch den milden Frühling sind heuer besonders viele der Insekten unterwegs – und das macht sich in den Spitälern bemerkbar. In den Salzkammergut Kliniken haben sich die Behandlungen wegen Stichen, wie berichtet, in Relation zum Vorjahr mehr als verdoppelt, von 82 auf 215. Für Allergiker können Insektenstiche lebensgefährlich sein.
Nester werden nur bei Gefahr im Verzug entfernt
Doch die Rettung ist nicht die einzige Blaulichtorganisation im Wespen-Stress, auch bei den Feuerwehren heulen deswegen die Sirenen: „Es ist im Vergleich zum Vorjahr ein enormer Anstieg“, sagt Marie-Sophie Gahler, Offizierin des Landesfeuerwehrkommandos OÖ. „Wir hatten 2022 knapp 5400 Insekteneinsätze, 2023 waren es im ganzen Jahr 4455. Und 2024 sind es bis jetzt schon 10.890.“
Die Florianis werden gerufen, um gefährliche Nester zu entfernen. Nicht immer geht es dabei um Wespen, auch Hornissenstämme bereiten Sorgen. „Aber Hauptthema sind heuer ganz klar die Wespen“, sagt Gahler.
„Nur bei Gefahr in Verzug“
Davon kann auch Johann Klausberger von der Feuerwehr Niederneukirchen ein Lied summen: „Wir haben heuer zirka 30 Einsätze gehabt, doppelt so viele wie im Vorjahr. Wir entfernen Nester nur, wenn Gefahr im Verzug ist, weil zum Beispiel ein Allergiker im Haus ist oder weil sich das Nest beim Fenster eines Kinderzimmers befindet.“ Klausberger setzt die Wespen nach Möglichkeit lebend in Wäldern aus. Die Nester erreichen mitunter stattliche Größen.
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