Die anfängliche Skepsis bei den Hilfsorganisationen dürfte verflogen sein: Seit Juli wird an Flüchtlinge rund um Steyr kein Bargeld mehr ausgegeben. Aber wie läuft das Projekt Bezahlkarte?
Seit Sommerbeginn wird an Flüchtlinge im Rahmen eines Pilotprojekts in der Gegend um Steyr kein Bargeld mehr ausgegeben, sondern der zustehende Betrag auf eine Visa-Karte gebucht – die „Krone“ berichtete.
Jetzt ziehen Landeshauptmann Thomas Stelzer und Noch-Integrationslandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (beide ÖVP) eine erste Bilanz. Insgesamt haben bis dato drei digitale Auszahlungen stattgefunden, konkret Mitte Juli, Ende Juli sowie Mitte August. „Damit wurde nun insgesamt mehr als 600-mal digital ausbezahlt“, bilanziert Hattmannsdorfer.
Volkshilfe und Rotes Kreuz sind am Projekt beteiligt
In seinem Büro und auch ihm gegenüber seien bisher keine Meldungen aufgetaucht, wonach es schwerwiegende Komplikationen gegeben habe. Auch seitens der Organisationen (am Projekt beteiligt sind die Volkshilfe sowie das Rote Kreuz) würde alles reibungslos klappen, heißt es.
Im Herbst soll es deshalb weitergehen, dann werden auch andere Asylquartiere von der Bargeldauszahlung auf das neue Kartensystem umgestellt. Wolfgang Hattmannsdorfer sagt: „Die Sachleistungskarte ist der richtige Weg, um zum einen den Missbrauch von Unterstützungsleistungen zu verhindern und gleichzeitig die Verwaltung zu vereinfachen.“
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