Zehn Tage nach ihrem Semifinale über 400 m bei den Olympischen Spielen in Paris bot Susanne Gogl-Walli bereits wieder eine ganz ausgezeichnete Leistung! Die 28-Jährige stellte beim Laufmeeting in Andorf als Siegerin über 300 m mit sensationellen 36,35 Sekunden eine neue österreichische Bestzeit auf. Diese lässt für ihren Start bei der legendären „Weltklasse“ in Zürich hoffen ...
Gogl-Walli war natürlich „sehr, sehr glücklich über diese schnelle Zeit“. Dabei sei sie in der Woche nach Paris von den beiden Läufen und den vielen Eindrücken bei Olympia „sehr müde“ gewesen. Sie ergänzte: „Aber heute hat alles zusammengepasst.“
Top-4 in der Welt
Auch wenn die 300 m relativ selten ausgetragen werden, ist diese Leistung der Oberösterreicherin einmal mehr sehr hoch einzuschätzen. Sie pulverisierte ihre eigene ÖLV-Bestmarke von 37,55 Sekunden aus Linz vom 26. Mai 2021 gleich um 1,20 Sekunden und blieb damit also als erste heimische Leichtathletin gleich ganz deutlich unter der 37-Sekunden-Grenze. Mit dieser Superzeit ist Gogl-Walli heuer sogar Nummer 4 der Welt! Da die 300 m keine olympische Distanz sind, führt der ÖLV hier keine Rekorde, sondern nur Bestzeiten.
Noch genügend Substanz
Die neue Bestmarke von Gogl-Walli, gleich zum Auftakt des Meetings in Andorf erzielt, war vorhersehbar. Zum einen lief sie bei ihrem 400-m-Vorlauf in Paris eine 300-m-Durchgangszeit von inoffiziellen 36,84 Sekunden, zum anderen hatte sie, wie ihr Trainer Wolfi Adler sagte, am vergangenen Mittwoch in Linz noch „ein gutes Training“ absolviert: „Auch wenn die Substanz noch nicht voll zurück ist, denke ich, wird es für 300 m genug sein.“ Was voll zutraf.
Bei den Spielen in Paris hatte Gogl-Walli als starke Dritte im fünften 400-m-Vorlauf in 50,67 Sekunden den direkten Aufstieg ins Semifinale geschafft. Dort lief sie mit 51,17 erneut eine ihrer besten Zeiten und belegte gesamt den 19. Platz, womit sie beste österreichische Leichtathletin in Paris wurde.
Perfekte Vorbereitung
Die 300 m in Andorf, dem fünften und letzten Meeting der Austrian-Top-Meetings 2024, passten Gogl-Walli perfekt in die Vorbereitung auf ihre beiden letzten Saisonstarts. Sie läuft noch im Rahmenprogramm des Diamond-League-Meetings in Zürich am 5. September und vier Tage später bei der Galà dei Castelli in Bellinzona. Wer weiß, vielleicht gelingt ihr heuer noch ein erfolgreicher Angriff auf den 400-m-Uraltrekord von Karoline Käfer (50,62/1977).
Weißhaidinger setzte Schlusspunkt
Sorgte Gogl-Walli gleich zu Beginn für ein großes Highlight, so setzte Lukas Weißhaidinger den Schlusspunkt. Der Olympia-Fünfte im Diskuswurf siegte mit neuem Stadionrekord von 67,13 m. Der Lokalmatador warf seine starke Siegerweite im zweiten Versuch und bewies, dass er für das Diamond-League-Meeting in Rom am 30. August bestens gerüstet ist. Dort will er seinen Startplatz für das Finale der Königsklasse in Brüssel (13./14. September) absichern. In dieser tollen Form dürfte das kein Problem sein!
Weltjahresbestenliste über 300 m der Frauen:
„Ewige“ ÖLV-Bestenliste über 300 m der Frauen:
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