Auf Vorfeld „gepickt“
Deutscher Flughafen steht wegen Klimaklebern still
Aktuell verlässt kein Flugzeug auf dem Flughafen Köln/Bonn den Boden. Warum? Klimaaktivisten der Letzten Generation haben eine Unterbrechung des Flugverkehrs verursacht. Mitglieder haben sich Mittwochfrüh auf das Vorfeld geklebt. „Wir versuchen, die jetzt gleich zu lösen – könnte aber noch dauern“, teilt eine Polizeisprecherin mit.
Fünf Personen sollen sich laut Angaben der Kölner Polizei aufs Vorfeld „gepickt“ haben. Der Flugverkehr sei deshalb eingestellt. Es sei Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, gefährlichem Eingriff in den Luftverkehr und Hausfriedensbruchs aufgenommen worden.
Wir versuchen, die jetzt gleich zu lösen – könnte aber noch dauern.
Sprecherin der Polizei Köln
Zaun durchtrennt und festgeklebt
Die Gruppe Letzte Generation teilte mit, dass mehrere Aktivisten einen Zaun durchtrennten und sich in der Nähe von Start- und Landebahnen auf dem Asphalt festklebten. Über das Netzwerk X (ehemals Twitter) teilten die Mitglieder mit, die Aktion sei Teil einer internationalen Protestkampagne, die einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis 2030 fordert.
Die Gruppe veröffentlichte das Foto eines Aktivisten, der sich mit den Händen auf einer Rollbahn festgeklebt hat. Zu sehen ist zudem ein Banner mit der Aufschrift „Öl tötet“ (siehe unten).
„Wir fordern die Bundesregierung auf, ein rechtsverbindliches, internationales Abkommen mit auszuarbeiten und zu unterzeichnen, das den globalen Ausstieg aus Öl, Gas und Kohle bis 2030 regelt“, heißt es in der Mitteilung der Gruppe.
Proteste an Flughäfen auch in Österreich
„Ähnliche friedliche, zivile Proteste an Flughäfen sind heute für mindestens folgende Länder angekündigt: Großbritannien, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz, Kanada, den USA, Schottland und Norwegen“, heißt es weiter.
In Österreich hat der Flughafen Wien in Schwechat bereits Maßnahmen getroffen, um für kommenden Samstag angekündigte Störaktionen gewappnet zu sein. Man sei mit 670 Polizistinnen und Polizisten „in voller Alarmbereitschaft“, hieß es am Dienstag.









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