Riesige Quallenschwärme sind derzeit auf der Neuen Donau in Wien unterwegs. Was hat es mit dem kuriosen Naturschauspiel auf sich und sind die Lebewesen gar gefährlich?
Nicht schlecht staunten Donnerstagnachmittag viele Schwimmer über den weißen Teppich, der am Entlastungsgerinne Neue Donau unweit des Wehr 1 plötzlich auftauchte. In Wien sind jetzt die Quallen los!
„Da war alles voll von den Tieren. Es hat so ausgesehen, als würde es unter Wasser schneien“, zeigt sich auch „Krone“-Leserin Jennifer Huber-Stern überrascht.
Hinweis auf gute Wasserqualität der Donau
Für das Auftauchen der exotischen Tiere ist vor allem die derzeit hohe Wassertemperatur verantwortlich. Sie muss auf mehr als 25 Grad Celsius steigen. Die Neue Donau hat derzeit sogar warme 27 Grad, in der Alten Donau sind es gar 28.
Eine Qualle hätte ich nach dem Auftauchen auf dem Kopf fast mit an Land genommen!
„Krone“-Leserin Jennifer Huber-Stern
Für die Stadt Wien ist das ein gutes Zeichen. Das Vorkommen der Tiere gilt als natürlicher Hinweis auf eine gute Wasserqualität, da sie besonders sensibel auf Umwelteinflüsse reagieren und sich nur in sauberen Gewässern entwickeln können, wie es dazu von Wiener Gewässer (MA 45) heißt.
Bislang bekannte Vorkommen in Wien: Alte Donau, Neue Donau, Kuchelauer Hafen an der Donau und verschiedene Au-Gewässer.
Gleichzeitig kommt die Entwarnung. Grund zur Sorge besteht nicht, denn die kleinen Tierchen sind für Menschen völlig ungefährlich. Die Süßwasserquallen verfügen zwar über Nesselkapseln, diese können jedoch die menschliche Haut nicht durchdringen.
Meist tritt das Phänomen nur einmal im Jahr auf. Wer das einmalige Naturschauspiel sehen will, sollte sich also beeilen!
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