Im Mittelburgenland kam es zu einer Wolfssichtung. Mittlerweile ist sie auch von einem Experten bestätigt. Höchstwahrscheinlich dürfte es sich dabei um einen jungen Rüden handeln, der auf der Suche nach einem Revier umherzieht.
Im Bezirk Oberpullendorf wurde bereits in der Vorwoche vermutet, dass ein Wolf durch die Wälder streift. So gab es die Sichtung eines Jägers in Neutal. Bestätigt wurde diese nun durch Fotoaufnahmen einer Wildtierkamera in Draßmarkt. Das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien analysierte die Bilder und stellte fest, dass es tatsächlich ein Wolf ist. „Es handelt sich sehr wahrscheinlich um einen jungen Rüden, der auf der Suche nach einem neuen Revier durch die Lande zieht“, so Experte Aldin Selimovic. Die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Ansiedlung des Tieres sei derzeit aber eher gering.
Maßnahmen für Wolfsmanagement
Das Referat Jagd & Fischerwesen hat aber sofort Maßnahmen für ein burgenländisches Wolfsmanagement ergriffen. So wurde die Jägerschaft aufgerufen, weitere Beobachtungen zu melden. Weitere Punkte sind Aufklärungsarbeit, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und wissenschaftliche Forschung. „Wir möchten sicherstellen, dass die Interessen der Bevölkerung, der Landwirte, der Jägerschaft, als auch der Wölfe berücksichtigt werden“, erklärt Jagdkoordinator Hans-Peter Weiss. Immerhin handle es sich um ein ganzjährig unter Schutz gestelltes Wildtier. Die Situation sei im Burgenland aber weniger komplex als in Bergregionen, weil es keine ausgeprägte Weidewirtschaft gibt.
Ruhe bewahren bei Begegnung
„Sollte man einem Wolf begegnen, ist Ruhe bewahren das Wichtigste“, rät Referatsleiter Roman Bunyai. Wölfe seien normalerweise scheu und würden den Menschen meiden. Hunde sollten an die Leine genommen werden, um Konflikte zu vermeiden.
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