Eine regelrechte Polit-Bombe im Linzer Subkosmos ging am Dienstag im Aufsichtsrat der Linzer Veranstaltungsgesellschaft (kurz LIVA) hoch: Ein Prüfbericht lastet der ÖVP-Stadtpolitikerin Doris Lang-Mayerhofer (sie ist auch Aufsichtsratsmitglied in der LIVA) einen Interessenskonflikt an. Grund ist die Firma ihres Mannes, die einen Tischlereiauftrag für das Brucknerhaus erhielt. Der „Krone“ erklärt sie, warum die Rechnung nicht aufgegangen ist.
Erstmals seit März rückte nicht nur der mittlerweile entlassene künstlerische Leiter und Intendant des Brucknerhauses, Dietmar Kerschbaum, in den Fokus möglicher Interessenskonflikte, sondern auch eine politische Amtsträgerin: Doris Lang-Mayerhofer, ÖVP-Kulturstadträtin und stellvertretende Vorsitzende des LIVA-Aufsichtsrates. Laut einem am Dienstag vorgelegten Bericht des Wirtschaftsprüfungsunternehmens KPMG soll die Firma ihres Mannes, Interior Design Maylan, bei dem die ÖVP-Politikerin auch als 50-prozentige Gesellschafterin im Firmenbuch aufscheint, einen Auftrag zu Tischlerarbeiten für den neuen Eingangsbereiches im Brucknerhaus erhalten haben. Kostenpunkt: 67.608 Euro – der „Krone“ liegt der Rechnungsbeleg vor.
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