Großeinsatz für die Einsatzkräfte in Vöcklabruck (OÖ): Gegen 21.30 Uhr war am Sonntagabend in einem achtstöckigen Wohnhaus Feuer ausgebrochen. Rund 130 Feuerwehrkräfte mussten 28 Parteien evakuieren, die durch Flammen und Rauch in ihren Wohnungen eingeschlossen waren. Zehn Bewohner mussten ins Krankenhaus.
Um 21.25 Uhr ging die Alarmierung ein: Brand in einem mehrstöckigen Gebäude. Der erste und zweite Brandeinsatzzug rückte umgehend zur Einsatzadresse aus. Ein Brand war aus bisher ungeklärter Ursache in einer Wohnung im vierten Obergeschoß ausgebrochen. Zahlreiche Personen waren in ihren Wohnungen eingeschlossen. Umgehend wurde die Alarmstufe 2 ausgelöst und somit neun weitere Feuerwehren alarmiert. Die erst eintreffende Polizeistreife begann umgehend mit der Rettung von Familien und deren Kindern. Ersthelfer retteten eine 84-jährige Bewohnerin aus der Brandwohnung und brachten sie in Sicherheit.
20 Atemschutztrupps im Einsatz
Nach ersten Meldungen zufolge waren mehrere Personen vermisst, sowie über der Brandwohnung aufgrund der starken Verrauchung des Stiegenhauses in ihren Wohnungen eingeschlossen. Mehrere Atemschutztrupps gingen zur Personenrettung vor und brachten nacheinander die Familien mit Kindern in Sicherheit. Währenddessen wurde ein Außenangriff über die Teleskopmastbühne vorgenommen, um einerseits den Brand von außen einzudämmen und andererseits die Wohnung von der enormen Hitze zu kühlen. Insgesamt waren über 20 Atemschutztrupps im Einsatz.
Rauchgas forderte zehn Verletzte
Ein Großaufgebot vom Roten Kreuz war ebenso umgehend am Einsatzort. Zehn Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das Landeskrankenhaus Vöcklabruck gebracht. Die restlichen geretteten Personen wurden in umliegende Unterkünfte untergebracht und weiter versorgt. Während der Löscharbeiten wurden immer mehr und mehr Personen aus dem Gefahrenbereich gebracht und dem Roten Kreuz übergeben. Ebenso brachte die Feuerwehr mehrere Personen in das Feuerwehrhaus Vöcklabruck, wo diese verpflegt wurden.
Brandursache noch unklar
Über 130 Feuerwehrkameraden und Kameradinnen, das Rote Kreuz mit zahlreichen Helfern und die Exekutive waren im Einsatz. Bereits nachdem Erstangriff konnte rasch „Brand unter Kontrolle“ gegeben werden. Derzeit wird eine Brandwache von der TANK 1 Besatzung bis Montagvormittag gehalten. Mittels Wärmebildkamera werden ständig Kontrollen durchgeführt. Zehn weitere Bewohner mussten für eine Nacht in einem nahegelegenen Hotel untergebracht werden, da die Wohnungen noch nicht bezogen werden konnten. Die Brandursache ist noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
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