Jedes Jahr veröffentlicht das Zentrum für Verwaltungsforschung das sogenannte Bonitätsranking der Gemeinden. Der aktuelle Bericht listet jene 250 Kommunen auf, die bundesweit finanziell am besten dastehen. Oberösterreichs Spitzenreiter bleibt weiterhin Sattledt. Wie sieht‘s mit den anderen aus?
Die höchsten Transferbeträge von allen Bundesländern und die meisten Pflichtabgaben: Das sind laut SPÖ-Chef Michael Lindner die Gründe, warum vielen Gemeinden in Oberösterreich das Geld fehlt. Mehr als 104 Kommunen haben dieses Jahr bereits Härteausgleich anmelden müssen – das heißt, sie benötigen eine Finanzspritze durch das Land.
Wirtschaftlich am leistungsfähigsten
Es gibt sie aber dennoch: jene Gemeinden, die finanziell nicht der Schuh drückt. Sie haben es im Bonitätsranking des KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung in die Top-250 der wirtschaftlich leistungsfähigsten Gemeinden geschafft. In Oberösterreich hat, wie schon in den vergangenen Jahren, Sattledt die Nase vorne. Mit einem Bonitätswert von 1,17 (Schulnotensystem) belegt die 3100-Einwohner-Gemeinde im Bezirk Wels-Land bundesweit Platz 9.
Hier finden Sie das gesamte Ranking:
Neben Wolfern und Helpfau-Uttendorf, die sich beide noch in den Top-50 wiederfinden, stechen dieses Jahr aus oberösterreichischer Sicht besonders Ohlsdorf und Eschenau im Hausruckkreis hervor: Die beiden Newcomer im Ranking schafften aus dem Stand heraus die Plätze vier und fünf in Oberösterreich (95 und 105 bundesweit).
Die österreichischen Top-Gemeinden sind in Salzburg (Elixhausen, Dienten) und Tirol (Niederndorf, Langkampfen) zu finden. Die geringsten Bonitätswerte weisen die Gemeinden in Kärnten auf – aber auch in OÖ ist nicht alles Gold, was glänzt: die meisten heimischen Gemeinden finden sich in der unteren Hälfte des Rankings wieder.
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