Zwei 14-jährige Burschen mit Migrationshintergrund mussten sich am Montag am Landesgericht Feldkirch verantworten.
Zwei unterschiedliche Prozesse mit zwei unterschiedlichen Angeklagten gingen am Montag in Feldkirch über die Bühne. Das Thema: Gewalt. Die Täter: Jugendliche. Im ersten Fall geht es um einen 14-jährigen Syrer, der sich wegen gefährlicher Drohung und Diebstahl verantworten musste. Der bislang Unbescholtene war im Februar mit den Eltern seiner im Unterland wohnhaften Freundin in Streit geraten, weil diese ihm immer wieder heimlich Geld zukommen ließ. Als der Schüler dann auch noch 15 Euro aus dem unversperrten Auto der Eltern seiner Freundin klaute, kam es in einem „klärenden Gespräch“ zum Eklat.
So drohte das Früchtchen dem Vater Schläge an. Der Mutter machte er klar: „Ich werde die Familie zerstören!“ Die Eltern erstatteten daraufhin Anzeige. Im Prozess am Montag zeigte sich das „Großmaul“ plötzlich kleinlaut.
Die Sache wird aufgrund der Unbescholtenheit des Angeklagten und der am Ende doch noch geleisteten Schadenswiedergutmachung diversionell erledigt. Der Syrer muss nun 25 Sozialstunden leisten.
Sozialstunden leisten
Auch im zweiten Fall kommt der 14-jährige Angeklagte mit 25 Sozialstunden davon. Der Mittelschüler hatte sich schuldig bekannt, im April einem Klassenkameraden zunächst mehrfach mit dem „Abstechen“ gedroht und schließlich mit einer Schere eine Schnittverletzung am Arm zugefügt zu haben. Das Motiv ist unklar. Wie im ersten Fall lautete auch hier das Schlusswort von Richter Martin Mitteregger: „Jetzt sind eh bald Ferien. Schauen Sie zu, dass Sie die Sozialstunden in der Zeit erledigen. Dann können Sie sich anschließend voll aufs neue Schuljahr konzentrieren.“
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