Bei Luftangriff
Zehn Familienmitglieder von Hamas-Chef getötet
Bei einem israelischen Luftangriff sind palästinensischen Angaben zufolge zehn Familienmitglieder des Hamas-Auslandschefs Ismail Haniyeh getötet worden. Laut dem Zivilschutz ist das Haus der Familie in der Flüchtlingssiedlung Al-Shati im Gazastreifen getroffen worden.
Unter den Toten soll auch eine Schwester des 61-Jährigen sein. Zahlreiche weitere Tote würden unter den Trümmern vermutet. Die palästinensichen Behörden sprachen von mindestens 24 Todesopfern. Es soll auch zahlreiche Verletzte gegeben haben. Der in Katar lebende Haniyeh ist der Chef des Politbüros der radikalislamischen Organisation.
Im April waren bei einem israelischen Angriff im Zentrum des Gazastreifens bereits drei seiner Söhne und vier Enkelkinder getötet worden. Die israelische Armee warf ihnen „terroristische Aktivitäten“ vor. Haniyeh erklärt damals, dass seit dem Beginn des Gaza-Kriegs am 7. Oktober schon etwa 60 Mitglieder seiner Familie getötet worden seien.
Israels Armee griff zwei „Terroristen-Gebäude“ an
Israels Armee erklärte, in der Nacht auf Dienstag seien zwei Gebäude im Norden des Küstenstreifens beschossen worden, in denen sich Terroristen aufgehalten hätten. Darunter seien auch Terroristen, die am Massaker vom 7. Oktober beteiligt gewesen seien und Geiseln festgehalten hätten. Die Gebäude befänden sich im Flüchtlingsviertel Al-Shati und in Daraj Tuffah.
Terroristen hätten in Schulgebäuden Unterschlupf gesucht, hieß es in der Mitteilung der Armee. Sie seien an der Planung und Ausführung von Anschlägen auf Israel beteiligt gewesen. Es seien Luftüberwachungsmaßnahmen, präzise Munition und geheimdienstliche Mittel eingesetzt worden, um die Gefahr für Zivilisten zu minimieren.
Das israelische Vorgehen im Gazastreifen gegen die Hamas wird vor allem aufgrund der hohen Zahl ziviler Opfer kritisiert.









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