Out in Quali

„Frechheit!“ Suljovic und Rowby fehlen in Graz

Sport-Mix
15.04.2024 10:12

Das ist bitter! Ausgerechnet Mensur Suljovic, über Jahre hinweg Publikumsliebling und Massenmagnet, fehlt nächste Woche bei den Austrian Darts Open in Graz/Premstätten. Er scheiterte am Wochenende ebenso in der Qualifikation wie Kumpel Rowby-John Rodriguez. Dass beide überhaupt in die Quali mussten, ist für Darts-Mastermind Alfred Söls „eine Frechheit“.

Suljovic musste gleich in der ersten Runde die Segel streichen. 2:6 gegen den Engländer Robert Grundy – damit war das Ticket für Graz futsch. Rodriguez, inzwischen Österreichs Nummer eins, stieg erst in der zweiten Runde ein, zog dort allerdings gegen den Schotten Tom Taylor den Kürzeren. All das geschah in England. Einigermaßen skurril, dass Österreichs Top-Spieler ausgerechnet für das Heimturnier in Graz zum Quali-Turnier auf die Insel müssen. Findet auch Alfred Söls, Österreichs Darts-Macher und Suljovic-Vertrauter: „Den neuen Modus, der explizit für die Saison 2024 geändert wurde, empfinde ich als Frechheit. Es kann ja nicht sein, dass gerade Österreichs Nummer eins und Nummer zwei beim Heimturnier nicht starten dürfen.“

Neuer Modus
Wie kommt‘s? Die PDC drehte für 2024 das Regelwerk dezent durch den Fleischwolf. Der wiederum folgende Modus-Adaptierung ausspuckte: Die Top-16 der Order of Merit sind für jedes Turnier fix qualifiziert. Davon sind sowohl Rodriguez, aktuell Nummer 46 der Welt, als auch Suljovic als 61. ein Stück weit entfernt. Hinzu gesellen sich die besten 16 Spieler der Pro Tour Order of Merit. Auch darin finden sich weder Suljovic noch Rodriguez. Weil beide aber eine Tourcard besitzen, mussten sie zum Quali-Turnier nach England und dürfen nicht beim Quali-Turnier in Graz selbst an den Start, das seinerseits wiederum vier nationale Spieler mit einem Teilnahme-Ticket ausstattet.

Für Söls unverständlich. „Die zwei Besten des jeweiligen Landes sollten auf jeden Fall startberechtigt sein. So aber kann der Sieger des Austrian Darts Championship von 2019 (in Schwechat, Anm.) nicht in seiner Heimat spielen.“ Und damit sich werden hochemotionale Moment wie im Vorjahr, als Suljovic bis in den Sonntagnachmittag hineinstürmte, heuer nicht wiederholen. Die unvergleichlichen (Sieger-)Interviews übrigens auch nicht.

Ein Bild aus besseren Tagen: Suljovic (2. v. re.) nach seinem Finaltriumph gegen Michael van Gerwen (2. v. li.) in Schwechat 2019. Ganz links: Manager Alfred Söls. Ganz rechts: Sebastian Mayer, damals PDC Europe (Bild: www.chaluk.com)
Ein Bild aus besseren Tagen: Suljovic (2. v. re.) nach seinem Finaltriumph gegen Michael van Gerwen (2. v. li.) in Schwechat 2019. Ganz links: Manager Alfred Söls. Ganz rechts: Sebastian Mayer, damals PDC Europe

Ein Star-Auflauf wird dennoch garantiert sein. Von 26. bis 28. April geben sich die Herrn Darts-Weltstars in der Steiermarkhalle in Premstätten die Klinke in die Hand.

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