Täter hatte Messer

Räuber überwältigt: Das erzählt der Held

Kärnten
06.04.2024 18:45

Nur zufällig war Gerhard Gabriel (57) an jenem Abend im Spielcasino in Klagenfurt, in dem ein bewaffneter Armenier versuchte, den Laden zu überfallen. Er stellte sich dem Räuber nicht nur entgegen, sondern entwaffnete ihn sogar und hielt ihn so lange fest, bis die Polizei eintraf. Die „Krone“ hat mit dem Helden über die gefährliche Situation gesprochen.

„Krone“: Herr Gabriel, Sie waren Zeuge des Überfalls auf das Spielcasino – wie haben Sie den Vorfall erlebt?
Gerhard Gabriel: Ich hatte mir in einem anderen Raum gerade einen Kaffee bestellt, als ich aus dem Vorraum plötzlich laute Geräusche wahrnahm. Da wollte ich nachschauen, was los ist.

Und dann haben Sie den Räuber gesehen?
Ja, genau. Er war maskiert und hat den Mann hinter dem Tresen mit einem großen Küchenmesser bedroht! Da hat sich bei mir ein Schalter umgelegt. Also habe ich versucht, ihm von hinten das Messer wegzunehmen, musste ihn die ganze Theke entlang schleifen. Irgendwann konnte ich ihm ein Bein stellen, die Hand umdrehen und ihn am Boden fixieren.

Hatten Sie keine Angst um Ihr eigenes Leben?
Ich wäre vor einem Jahr fast gestorben – ich musste reanimiert werden. Seitdem sehe ich viele Dinge anders. Bevor irgendjemanden etwas passiert oder die Situation eskaliert wäre, wollte ich versuchen, ihn zu entwaffnen. Ich habe ja früher Kampfsport gemacht – außerdem habe ich nicht viel darüber nachgedacht.

Wie geht es Ihnen, wenn Sie im Nachhinein darüber nachdenken?
Das hätte wirklich anders ausgehen können. Ich bin nur froh, dass niemand verletzt wurde. Ich bereue aber nichts, ich würde es auch immer wieder tun! Heutzutage ist Zivilcourage sehr selten, ich wollte einfach helfen!

Wie lange hat es denn gedauert, bis die Polizei gekommen ist?
Etwa 10 Minuten. Die haben mir den Daumen hoch gezeigt und meine Zivilcourage gelobt!

Hat der Täter mit Ihnen gesprochen, als Sie ihn festgehalten haben?
Ja, er hat mir gegenüber nur gesagt, er hätte 2000 Euro beim Spielen verloren. Nur ist das kein Grund, jemanden mit einem Messer zu bedrohen!

Und der Mann, dem Sie das Leben gerettet haben?
Er meinte, dass ich hier ab jetzt ein Leben lang gratis Kaffee trinken kann (lacht).

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