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Häusliche Gewalt: Das sagt die „Krone“-Community

Community
03.04.2024 17:00

Der Ehestreit eines burgenländischen Bürgermeisters, der mit einem Betretungs- und Annährungsverbot endete, löste eine hitzige Debatte zum Thema Gewalt in Beziehungen in der „Krone“-Community aus. 

Während sich Gäste gut gelaunt unterhielten, schlug die Stimmung zwischen dem Bürgermeister und seiner Frau um. Es kam offensichtlich zum Streit. Plötzlich soll der ÖVP-Ortschef laut Zeugenberichten seine Hand bedrohlich erhoben haben. Gäste, die sich in der Nähe befanden, befürchteten, dass der Mann sich nicht mehr unter Kontrolle hat und seine Gattin schlagen wird. Ein Gast ging dazwischen und die Polizei wurde verständigt.

Viele „Krone“-User sind bestürzt über den Vorfall. Nightwolf85 weist darauf hin, dass es im privaten Bereich vermutlich noch schlimmer zugeht. User tacito kritisiert insbesondere, dass der Bürgermeister seiner Vorbildfunktion nicht gerecht wird. KroneLeser4230 kommentiert die Eifersucht des Mannes, die mutmasslich zur angespannten Stimmung im Gasthaus geführt hat und meint, dass diese niemals Gewalt rechtfertigen würde.

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Nightwolf85
Wenn er sich schon nicht mal mehr im Wirtshaus vor den Leuten zusammenreißt, kann man sich denken was zu Hause hinter verschlossenen Türen so abgeht. Einfach nur verachtenswert.
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tacito
Ist bei uns in Österreich wirklich schon alles so wurscht, dass so eine Aktion keinerlei Konsequenzen hat. Der Mann ist Bürgermeister. Der sollte doch ein Vorbild sein.
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KroneLeser4230
Weder Eifersucht noch andere Gründe rechtfertigen Gewalt
Punkt aus!
Die Frau soll Scheidung beantragen solche Männer die sich nicht in der Gewalt haben kapieren nun mal nicht dass sie es zu akzeptieren haben wennFrau iwas tut was ihnen nicht passt.
Die werden sich nie ändern
Hatte auch so ein Exemplar von Mann
Scheidung innerhalb von 14 Tagen erledigt
Angezeigt und Scheidung ging schnellsten von statten
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„Gewalt wird sich nie ändern“

Einige „Krone“-User wie Rinnheusel sehen die Gewalt an Frauen äußerst pessimistisch und glauben nicht daran, dass sich die Lage künftig verbessern wird. Kroneleser3.0 und KroneLeser1368601 weisen zudem darauf hin, dass Frauen selbst aktiver werden müssten, um gegen die Gewalt vorzugehen und sich zu schützen.

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Rinnheusel
Ich befürchte Gewalt wird sich nie ändern, seit Urzeiten ist dies nachweisbar, Menschen sind zwar inzwischen in ihren Instinkten stark gedämpft,aber wie man täglich sieht ändert das auch nichts daran.
Es wäre naiv zu glauben es würde sich in Zukunft etwas ändern.
Weniger Belastungen,weniger Stress,weniger Problematiken in jedem Bereich würde eventuell etwas Positives zu diesem Problem beitragen,jedoch ganz wird es in der Menschheit nie verschwinden.
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Kroneleser3.0
Man kann Frauen nicht schützen. Die meisten Gewalttaten finden zu Hause statt und wie soll dann der Schutz erfolgen. Es müssten schon die Frauen aktiv werden oder auch die Nachbarn. Aber im Grunde will sich auch niemand einmischen, wenn es im Freundes- oder Bekanntenkreis geschieht.
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KroneLeser1368601
Ja, ich denke, dass. In Österreich genug für den Schutz von Frauen getan wird. Verbesserungen in Einzelfällen sind natürlich immer möglich und wichtig. Leider nutzen die Gefährdeten, die Opfer, relativ oft ihre Möglichkeiten nach einem polizeilichen BV/AV nicht. Die polizeiliche Maßnahme dauert eben nur 14 Tage, anschließend ist das Opfer gefordert, weitere Maßnahmen zu ergreifen. Es gibt dazu sehr viel Unterstützung, gemacht wird's halt nicht oder nicht immer.
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HILFE FÜR FRAUEN

Frauen, die Gewalt erleben, finden hier Hilfe und Unterstützung:

  • Frauenhelpline unter der Telefonnummer 0800/222 555 (kostenlos und rund um die Uhr), frauenhelpline.at
  • Notruf des Vereins Frauenhäuser: 05/7722
  • Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter aoef.at
  • Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie auf der Internetseite: interventionsstelle-wien.at
  • Opferschutzorganisation Weißer Ring unter der Telefonnummer 0800/112-112 oder im Internet www.opfernotruf.at
  • Polizeinotruf unter 133 oder 112 im Falle einer akuten Notlage
  • Das Landeskriminalamt Wien, Kriminalprävention, bietet zusätzlich Beratungen unter der Hotline 0800/216346 an.
  • Gehörlose und Hörbehinderte können per SMS an 0800/133 133 Hilfe rufen.

Manche User der „Krone“-Community sind allerdings der Meinung, dass der Schutz von Männern zu kurz käme, so auch trudedieteufelstaube. LPD2023 erzählt hierzu von seiner persönlichen Erfahrung, bei der er als Mann Unterstützung hätte brauchen können.

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trudedieteufelstaube
Für Frauen wird genug getan, aber für Männer zu wenig. Hatte einen Nachbar, der wurde regelmäßig von seiner Frau geschlagen. Gibt es auch Betretungsverbot für Frauen?
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LPD2023
Als ich mich von meiner narzisstischsten Frau trennen wollte, hat Sie mich auch wegen Handgreiflichkeiten angezeigt! 14 Tage Betretungsverbot obwohl ich schon ausgezogen war! 5 Jahre stand es dann in meinem Akt bei der Bezirkshauptmannschaft! Es kann auch umgekehrt passieren!!!
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HILFE FÜR MÄNNER

Männerberatungsstellen bieten Männern Hilfestellung, die von Gewalt betroffen sind. Hier finden Sie die Einrichtungen sortiert nach dem Bundesland:

  • Opferschutzorganisation Weißer Ring  opfer-notruf.at/opferhilfe/hilfe-fur-manner/
  • Polizeinotruf unter 133 oder 112 im Falle einer akuten Notlage
  • Das Landeskriminalamt Wien, Kriminalprävention, bietet zusätzlich Beratungen unter der Hotline 0800/216346 an.
  • Gehörlose und Hörbehinderte können per SMS an 0800/133 133 Hilfe rufen.

Wie stehen Sie zu diesem Thema? Mussten Sie selbst schon Gewalt-Erfahrungen machen? Wie kann häusliche Gewalt langfristig verringert werden? Was müsste sich gesellschaftlich ändern? Wir freuen uns auf Ihre Erzählungen und Argumente in den Kommentaren!

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