„Schaut man nur dieses Rennen und die vier Hundertstel an, die mir zum Sieg gefehlt haben, ist es natürlich sehr schade“, sagte Magdalena Egger, nachdem sie beim Europacup-Finale in Kvitfjell (Nor) in der Abfahrt Zweite geworden war, nur 0,04 Sekunden – umgerechnet 1,27 Meter – hinter der Südtirolerin Nadia Delago. „Diesen Rückstand werde ich in der Analyse immer finden.“
Vier Hundertstelsekunden, die nicht nur den ersten Europacupsieg der 23-jährigen Lecherin verhinderten, sondern auch Rang drei in der EC-Disziplinenwertung. Da „Mäggy“ anstatt der 100 Punkte für den Sieg nur 80 für Rang zwei bekam, belegte sie in der Endabrechnung neun Punkte hinter der Französin Karen Clement – gestern Sechste – Platz vier. „Die Gesamtwertung spiegelt die ganze Saison wider“, erklärte die Heeressportlerin. „Und da hat es nun einmal nicht gereicht. Ich hätte im letzten Rennen ein Fixticket gewinnen können, verloren oder verspielt habe ich mit diesem zweiten Rang sicher nichts.“
Viel gelernt, Schritt nach vorne gemacht
Zumal es für Egger nach einer Knieverletzung, die sie im Jänner 2023 zum vorzeitigen Saisonende im vorigen Winter gezwungen hatte, eine Comeback-Saison war. „Ich habe neue Strecken wie Kvitfjell oder Crans Montana kennengelernt, Erfahrung gesammelt und gefühlt einen Schritt nach vorne gemacht“, analysiert die Head-Pilotin ihren abgelaufenen Abfahrtswinter.
Weitere Chance im Super-G wartet
Zudem ist in Sachen fixes Weltcup-Ticket in der Saison 2024/25 für „Mäggy“ noch lange nicht aller Tage Abend. Denn vor dem heutigen Super-G (10 Uhr) liegt sie in der Disziplinenwertung mit 154 Punkten auf Rang fünf. Auf die drittplatzierte Vicky Bernardi (It) fehlen nur 28 Zähler. „Da ist alles sehr eng beisammen. Sowohl nach vorne wie nach hinten“, weiß Egger. „Ich muss einfach wieder gut Skifahren, das bringt mehr, als herumzurechnen.“
Kampf um Gesamtsieg auf Zielgerade
Nicht rechnen will auch Emily Schöpf. Die Tschaggunserin, die gestern nach zwei Fehlern Achte wurde und als Siegerin der Abfahrtswertung geehrt wurde, liegt vor dem letzten Rennen in der Gesamtwertung sechs Punkte hinter Clement. „Wer im Super-G die Nase vorne hat, wird auch den Europacup gewinnen“, ist die 23-Jährige überzeugt. „Sollte mir das gelingen, wäre es aber nur eine Draufgabe.“
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