Vertagung gefordert

Kurzer Prozessauftakt um Wien-Attentat

Wien
05.03.2024 10:35

Der Prozess um das Schussattentat in der Wiener Innenstadt am 2. November 2020 muss wiederholt werden. Beim Prozessauftakt im Wiener Landesgericht gibt es mehr als nur große Startschwierigkeiten. Nach 20 Minuten wird die Verhandlung bereits vertagt.

Justizwachen und Verfassungsschutz bringen sich in Position, der große Schwurgerichtssaal füllt sich mit Pressevertretern. Nur der Verteidiger des Zweitangeklagten fehlt. Er hätte Termine vertauscht, könnte sich aber in 20 Minuten einfinden. Der Start der Neudurchführung des Terrorprozesses gegen Unterstützer vom Wien-Attentäter verzögert sich also. 

Mordverurteilung bereits rechtskräftig
Drei der bereits rechtskräftig wegen Beitrag zum Mord verurteilten Terrorhelfer müssen sich erneut vor Gericht verantworten. Die Schuldsprüche wegen terroristischer Vereinigung und krimineller Organisation wurden wegen Verfahrensfehlern vom Obersten Gerichtshof aufgehoben. Fest steht aber, dass die drei Männer einen Beitrag zum Wiener Attentat am 2. November 2020 geleistet haben. 

Zwei Angeklagte fordern nach zehn Minuten Vertagung
Doch auch als sich der Verfahrenshelfer des Zweitangeklagten endlich einfindet, bleibt der Start holprig: Er hätte sich mit seinem Mandanten im Vorfeld nicht besprechen können, ein Besuch in der Justizanstalt wäre erst am Dienstag geplant gewesen. Der Wahlverteidiger des Mannes hätte nämlich das Mandat kurzfristig niedergelegt - er hätte nichts mehr für ihn tun können. Nach kurzer Besprechung wird also eine Vertagung gefordert. 

Und auch der Mandant von Anwalt Rudolf Mayer spricht sich für einen neuen Termin aus: Weil er keinen Zugriff zum Akt hatte, konnte er sich nicht auf den neuen Prozess vorbereiten. Also folgt der Richter dem Begehren der verurteilten Terrorhelfer - die Verhandlung wird auf Donnerstag vertagt.

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