Jetzt beginnt die Planungsabteilung der Landesimmobiliengesellschaft - in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt - durchdachte Konzepte auszuarbeiten, um das riesige Areal nachhaltig zu nutzen.
Wo einst Tonnen von „weißem Gold“ auf den Fließbändern durch hohe Werkshallen transportiert und bis zur Auslieferung im Silo gebunkert wurden, werden nun ganz andere Ziele verfolgt. Mit der Übernahme des Areals rund um die ehemalige Zuckerfabrik in Siegendorf schloss die Landesimmobiliengesellschaft (LIB) und die Real Estate Burgenland (REB) einen offensichtlich wohlüberlegten strategischen Liegenschaftsankauf von beachtlicher Dimension ab.
22 Hektar umfasst das vielversprechende Grundstücksprojekt teils mit völlig unterschiedlichen Widmungen. „Schon jetzt werden die Liegenschaften nachhaltig genutzt und vermietet“, heißt es. Aufgrund ihrer charakteristischen Architektur stehen einige Gebäude sogar unter Denkmalschutz. „Wir sehen viel Potenzial, gezielte Maßnahmen für die regionale Entwicklung zu setzen. In Abstimmung mit der Gemeinde wollen wir Zukunftsprojekte im Sinne der Bevölkerung vorantreiben“, kündigt Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner an.
Erste Gespräche über den zukünftigen Firmen-Mix
Nach dem erfolgreichen Kauf sind rechtlich die Weichen gestellt, um schon bald mit den bestehenden und künftigen Betrieben erste Gespräche führen zu können. Entscheidende Vorarbeit leistet die Wirtschaftsagentur Burgenland. In den kommenden Wochen werden allerlei Nutzungsvarianten für Betriebsansiedlungen geprüft, die laut Widmungsplan auf zehn Hektar möglich sind. „Im Zuge der Analysen steht vor allem eine nachhaltige und bodenressourcenschonende Nutzung im Vordergrund“, sagt Dorner.
Wir sehen viel Potenzial. Ziel ist ein nachhaltiges Nutzungskonzept, das die regionale Entwicklung im Sinne der Bevölkerung optimal fördern soll. In den laufenden Prozess eingebunden sind alle Beteiligten.
Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner (SPÖ)
Passende Nutzungskonzepte sollen erstellt werden
Eine gründliche Bestands- und Bedarfserhebung läuft bereits an. Im Zuge dessen werden von der Planungsabteilung der Landesimmobiliengesellschaft – jeweils in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt – passende Nutzungskonzepte erstellt. „Die Mieter, die zuständigen Stellen des Landes und alle Unternehmen der Landesholding sind in das Auswahlverfahren eingebunden, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen“, merkt der Infrastrukturlandesrat an. Große Flächen sollen ebenso als Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Details ergeben sich erst aus den Begutachtungen der nächsten Wochen.
Die einstige Zuckerfabrik hat für die gesamte Region eine besondere historische Bedeutung. Umso mehr freut es mich, dass die Gemeinde Siegendorf aktiv an der Umsetzung des neuen Konzeptes mitarbeitet.
Bürgermeisterin Rita Stenger
Siegendorfs Bürgermeisterin über Pläne erfreut
Erfreut über die aktuelle Lage zeigt sich Siegendorfs Bürgermeisterin Rita Stenger: „Die Zuckerfabrik hat für die gesamte Region und im Speziellen für unsere Gemeinde eine besondere historische Bedeutung. Der Ankauf der gesamten Liegenschaft durch das Land Burgenland schafft die optimalen Voraussetzungen, um ein nachhaltiges Entwicklungs- und Nutzungskonzept auf die Beine zu stellen. Die weitläufige Anlage eröffnet viele Chancen.“
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