Wissen Sie was kinetische Kunst ist? Sie erweckt eine Skulptur „zum Leben“.
Die erste kinetische Skulptur entwarf Künstler Franz Gyolcs für einen Wettbewerb des Landes fürs neue Krankenhaus Oberwart. „Inn-Puls“, war der Name des Metall-Bauwerkes, das aus 240 gleich langen Flachstahlelementen bestand. Stünde der Betrachter ein Stück entfernt und machte leichte Kniebeugen, „erscheine“ ein pulsierendes Herz in dem Turm. „Der Moiré-Effekte ist faszinierend“, erklärt Gyolcs.
Gyolcs wurde Zweiter des Bewerbs, die Skulptur fand aber einen Liebhaber. Und nicht nur einen: Derjenige, der den Entwurf von Gyolcs zusammenschweißte, Burghard Baranyai aus Mönchhof, gab eine ähnliche Figur in Auftrag. „Ich feiere heuer mit meinem Eisenparadies das 20-jährige Jubiläum. Da ist so eine Figur ein echter Hingucker.“
Gyolcs entwarf seine „Inn-Puls II“ und Burgi ist gerade mitten im Schweißen.
Vier Meter hoch, 3200 Kilo schwer
Auch hier lassen sich die Zahlen sehen: Verarbeitet werden 239 je ein Meter lange Metallstangen, dafür mussten 1912 Kanten geschliffen werden, der Turm wird rund 4 Meter hoch und 3200 Kilo schwer. Alleine die Schweißarbeiten werden rund 100 Stunden dauern. Ist die Skulptur fertig, darf sie vor Burgis Geschäft „gemütlich rosten“. Dann wird sie in den Kurpark nach Bad Hall gebracht, wo sie von April bis Oktober bei der internationalen Metallgestalterausstellung „Verspielt“ zu sehen sein wird.
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