Für ein Kinderlachen ist nichts zu teuer, oder vielleicht doch? Angesichts der angespannten Budgetsituation ist man sich in Donnerskirchen nicht mehr so sicher.
Spiel, Spaß und Kinderlachen beschert der neu gestaltete Spielplatz bei der Schule in Donnerskirchen. SPÖ-Gemeinderat Ludwig Fingerhut vergeht angesichts der Kosten für das Kinderparadies allerdings das Lachen. Er spricht überspitzt vom „teuersten Spielplatz des Burgenlandes“. Ganz billig war der Erlebnisplatz tatsächlich nicht. Wie sich im Zuge einer Gemeinderatssitzung herausstellte, beliefen sich die Kosten für das Projekt auf 282.000 Euro – deutlich mehr, als ursprünglich budgetiert.
„Unverantwortlich“
„Mit der Überschreitung von rund 70.000 Euro bekommen die Kinder von Donnerskirchen anstatt eines 4-Sterne-Spielplatzes nun einen 5-Sterne-Kindertraum“, ätzt Fingerhut. Der Grund für den Ärger des SPÖ-Politikers: Donnerskirchen hat – wie so viele andere Gemeinden – mit finanziellen Herausforderungen zu kämpfen. „Es ist unverantwortlich, in einer finanziell schwierigen Situation so mit unserem Steuergeld umzugehen“, sagt Fingerhut.
Spielplatz kommt gut an
Bürgermeister Johannes Mezgolits (ÖVP) will die Kritik nicht so stehen lassen. Fingerhut versuche hier ein positives Projekt schlechtzumachen, meint der Ortschef. „Das ist beschämend.“ Bei der Eröffnung seien alle begeistert gewesen, wie schön der Spielplatz geworden sei. Zu den Kosten erklärt er, dass kein Geld „rausgeschmissen“ worden sei. „Jeder Euro ist hier gut und sinnvoll investiert worden.“ Die Finanzierung stehe. Während der Umsetzung seien zusätzliche Maßnahmen – etwa zur Bodenverbesserung oder erweiterte Sicherheitsvorkehrungen – notwendig gewesen.
Ist es wirklich ein „5-Sterne-Spielplatz“? „Er ist wunderschön geworden“, meint Mezgolits.
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