Protest gegen Reformen
Argentinien: Generalstreik gegen Präsident Milei
Aus Protest gegen die radikalen Wirtschaftsreformen des neuen Präsidenten Javier Milei hat Argentiniens größte Gewerkschaft zu einem Generalstreik aufgerufen. Der Streik soll am 24. Jänner stattfinden, wie der Gewerkschaftsbund CGT am Donnerstag mitteilte.
Gewerkschaftschef Héctor Daer kündigte zudem eine Protestkundgebung vor dem argentinischen Parlament während der Debatte über Mileis erste Gesetzentwürfe an. Dessen Dekrete und Gesetzentwürfe für eine umfassende Deregulierung der Wirtschaft würden sich „gegen die gesamte Gesellschaft“ richten, sagte Daer (Bild unten). Milei wolle die gesamte politische Macht „beim Präsidenten konzentrieren“.
Land „Schocktherapie“ in Aussicht gestellt
Milei hatte dem hoch verschuldeten südamerikanischen Land bei seinem Amtsantritt am 10. Dezember eine „Schocktherapie“ in Aussicht gestellt. Als erstes brachte der ultraliberale Rechtspopulist ein Dekret auf den Weg, mit dem er 350 bestehende Gesetze ändern oder abschaffen will, etwa im Miet- und Arbeitsrecht. Um die Staatsausgaben zu senken, sollen zudem 7000 Jobs im öffentlichen Dienst gestrichen werden.
Inflation auf mehr als 160 Prozent gestiegen
Der 53-jährige Politikneuling Milei hat die drittgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas inmitten einer schweren Wirtschaftskrise übernommen: Die Inflation ist auf mehr als 160 Prozent angestiegen, mehr als 40 Prozent der Bevölkerung leben in Armut.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.