Ob mit Martin Polaschek tatsächlich der Richtige im Ministersessel für Bildung sitzt, darüber gehen die Meinungen seit dem Amtsantritt des Steirers auseinander. Diese Woche hat der 58-Jährige seinen Kritikern wieder Stoff gegeben.
Einst gestartet als Polit-Hippie mit langer Matte, ließ er sich der frühere Rektor der Uni Graz vor laufender Kamera die Haarpracht zurückstutzen. Diese Woche Aufregung um den Rechtshistoriker.
Da wurden die neuesten PISA-Ergebnisse veröffentlicht. Österreichs Schüler schnitten zwar etwas besser als der OECD-Schnitt ab, dennoch ist zur Weltspitze viel Luft nach oben. Besonders in Mathematik, wo die heimischen Leistungen nachließen. Auch die Lesekompetenz ist nicht sonderlich gut.
„Nur“ Bildungspolitiker
Polaschek zeigte sich trotz des Rückgangs erfreut. Was bei der Opposition im Parlament auf Kritik stieß. Noch höher schlugen die Wellen, als der 58-Jährige auf eine Interviewfrage zu Reformen für die Schule des 21. Jahrhunderts antwortete: Der Ball liege bei den Experten. Er, Polaschek, sei ja „nur“ Bildungspolitiker. Ehrlichkeit, oder unglücklich formuliert?
Fest steht: So ein Amts- und Machtverständnis haben nur wenige Spitzenpolitiker im Land. Unser Kasperl der Woche.
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