Abtreibungsgegner führen namentlich Mitarbeiter des Spitals Bregenz an, um gegen Schwangerschaftsabbrüche und Krankenhaus Stimmung zu machen.
Nur wenige Themen werden dermaßen emotional und irrational diskutiert wie jene um Schwangerschaftsabbrüche. Dabei würde gerade dieser Debatte Sachlichkeit guttun. Anders sehen das offenbar radikale Abtreibungsgegner, die nun auf der einschlägigen Seite citizengo.org eine Petition gegen die Vorarlberger Abtreibungslösung gestartet haben.
Diese Lösung wurde nach zähem Ringen vor einigen Wochen präsentiert: Schwangerschaftsabbrüche sollen nun als Privatleistung im Krankenhaus Bregenz durchgeführt werden. Notwendig wurde eine neue Regelung, da der einzige Arzt, der bisher in Vorarlberg Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen hat, mit Ende des Jahres in Pension geht.
Namentliche Nennung sämtlicher Mitarbeiter
Auf der Seite wurde nun eine Petition gestartet, die sich direkt an den Chef der gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses richtet. Dieser soll dazu aufgerufen werden, die Pläne der Landesregierung zu „blockieren“. Aber nicht nur er wird namentlich genannt, auch sämtliche auf der Gynäkologie arbeitenden Personen werden namentlich aufgezählt. Diese könnten „unter Druck gesetzt werden, Abtreibungen durchzuführen, auch wenn dies gegen ihr Gewissen verstößt“.
Gegner jagen einer Illusion hinterher
Das Ziel der Petition ist ein „abtreibungsfreies Vorarlberg“. Was die Petitionsbetreiber offenbar nicht wahrhaben wollen, ist, dass es nie ein „abtreibungsfreies“ Vorarlberg gab - und auch nie geben wird.
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