Wiener (60) erschossen

Schusswechsel mit Polizei: Obduktion angeordnet

Wien
30.01.2023 13:30

Nach dem tödlichen Polizeischuss in Wien-Penzing hat die Staatsanwaltschaft eine Obduktion des erschossenen 60-Jährigen und die Erstellung eines Schussgutachtens angeordnet. Wie viele Schüsse genau abgegeben wurden, sowohl vom 60-Jährigen als auch von der Polizei, ist bislang noch unklar. In den Wänden fanden sich zahlreiche Einschusslöcher.

Das teilte die Sprecherin der Wiener Staatsanwaltschaft, Nina Bussek, am Montag auf Anfrage mit. Den Waffengebrauch untersucht derzeit das steirische Landeskriminalamt, das bereits ein Team zusammengestellt und in Wien die Arbeit aufgenommen hat.

Mit Waffe beim Nachbarn angeklopft
Der tragische Vorfall passierte am Samstag gegen 13.30 Uhr in der Kienmayergasse. Der Mann soll schreiend mit der Waffe an die Tür eines Nachbarn geklopft haben. Gegen den 60-Jährigen bestand bereits ein Waffenverbot. Der besorgte Nachbar öffnete nicht und wählte stattdessen den Notruf, der 60-Jährige flüchtete indes zurück in seine Wohnung.

Als die WEGA anrückte, verhielt er sich unkooperativ, verbarrikadierte sich in der Wohnung und drohte, jeden, der hineinzukommen versuche, zu erschießen. Als die WEGA-Beamten zu ihm gelangen wollten, schoss er mehrfach aus der Wohnung in Richtung der Polizisten.

Schusswechsel zwischen Beamten und 60-Jährigen
Letztendlich erfolgte der Zugriff durch die Cobra-Beamten, die ebenfalls alarmiert wurden. Es kam zu einem Schusswechsel, wobei der Österreicher von einem Beamten des EKO Cobra angeschossen wurde, berichtete die Polizei. Die Polizisten sicherten die Langwaffe, die der 60-Jährige nach wie vor in der Hand hielt, und begannen unverzüglich mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen. Einsatzkräfte der Wiener Berufsrettung übernahmen die weitere Versorgung. Für den Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Bereits Probleme in der Vergangenheit
Laut Nachbarn kam es schon in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen und Bedrohungen. Er wurde bereits wegen Nötigung und gefährlicher Drohung angezeigt, weshalb auch das Waffenverbot gegen ihn ausgesprochen worden war. Wie oft genau er und die Polizei schoss, ist noch Gegenstand von Ermittlungen und soll bei einem Gutachten geklärt werden.

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