Nach heftigem Protest

Papst begnügt sich nun mit Tanne aus Baumschule

Ausland
16.11.2022 19:35

Papst Franziskus muss sich nach einem Protest von Umweltschützern mit einem deutlich jüngeren Weihnachtsbaum begnügen. Geplant war eigentlich, den Petersplatz im Vatikan mit einer 200 Jahre alten Weißtanne aus dem Apennin zu schmücken. Doch statt dieser soll nun ein Exemplar aus einer Baumschule das christliche Epizentrum schmücken. Es ist nicht das erste Mal, dass der päpstliche Weihnachtsbaum im Mittelpunkt einer Kontroverse steht. 

Dem katholischen Kirchenoberhaupt, erst seit Kurzem aus Bahrain retour (siehe Video oben), stand heuer kein Weihnachtsfrieden ins Haus. Umweltschützer hatten erfolgreich gegen die Fällung einer Tanne aus einem EU-geschützten Waldgebiet protestiert, nun soll ein jüngerer Baum her.

Die Weißtanne, die ursprünglich für den Papst bestimmt gewesen war, ist 32 Meter groß und gilt als seltene Art. Nachdem die Umweltschützer die Forstverwaltung alarmiert hatten, wurde beschlossen, das Fällen auszusetzen, da es sich um eine Baumart handle, die strengen Umweltauflagen unterliegt, wie italienische Medien berichteten.

Die Tanne, die für den Vatikan gefällt wird, ist „nur“ 62 Jahre alt und 26 Meter hoch. Der Baum muss ohnehin gefällt werden, weil er zu nahe an einem Gebäude gewachsen ist. „Kein Baum wird aus einem geschützten Wald entnommen“, versicherte ein Sprecher der Region Abruzzen.

Proteste schon im Jahr 1989
Es ist nicht das erste Mal, dass der Weihnachtsbaum, der den Petersplatz ziert, im Mittelpunkt einer Kontroverse steht. 1989, als Johannes Paul II. Papst war, kam es zu Protesten seitens österreichischer Umweltschützer gegen die Fällung einer 32 Meter hohen Fichte im Bezirk Schärding, die in jenem Jahr den Petersplatz schmücken sollte. Trotz Protesten des Naturschutzbundes wurde die Fichte auf einem Sattelschlepper auf die Reise nach Rom geschickt.

Die traditionelle Weihe der Weihnachtskrippe und das Beleuchten des Weihnachtsbaums finden am 3. Dezember auf dem Petersplatz statt. Die Zeremonie wird von Kardinal Fernando Vérgez Alzaga geleitet.

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