Die Verpachtung des Campingplatzes an eine private Firma sorgt in Vichtenstein für dicke Luft. Neben vielen Dauercampern ist auch der einstige Vizebürgermeister sauer auf den Ortschef und Parteikollegen.
Rauer Wind bläst dem Vichtensteiner Bürgermeister Andreas Moser (ÖVP) entgegen. Nicht nur Stammgäste des Campingplatzes Kasten werfen ihm Wortbruch vor. Wie berichtet, hat Moser 2021 auf schriftliche Ein-Jahres-Pachtverträge statt mündlichen Langzeit-Vereinbarungen bestanden. Dabei soll er den skeptischen Campern versprochen haben, dass sich sonst nichts ändern werde.
Viele Veränderungen ab 2023
Nun verpachtet die Gemeinde ab 2023 die Stellplätze aber nicht mehr einzeln, sondern das gesamte Areal an einen privaten Betreiber. Bitter für die Camper: Die Verträge laufen jetzt mit Jahresende aus. Für die deutlich teureren Stellplätze muss neu angesucht werden. Eine Garantie für den „alten“ Platz gibt es nicht. Moser betont, stets mit offenen Karten gespielt zu haben. Erst Ende 2021 seien die Unternehmer an ihn herangetreten.
Rücktritt aus Enttäuschung
Daran will der ehemalige Ortsvize und Mosers ÖVP-Parteikollege Thomas Schmid nicht so recht glauben: „Obwohl ich im Gemeinderat saß, hat auch mir Moser nichts von den Plänen für eine Übernahme des Campingplatzes durch private Betreiber verraten. Als ich letztes Jahr dann doch davon erfuhr, legte ich alle politischen Ämter nieder.“
Ziel ist Ausstieg auf Pachtvertrag
Als direkt Betroffener überlegt Schmid rechtliche Schritte: „2019 habe ich rund 7600 Quadratmeter meines Grundstücks in der Donaubucht an die Gemeinde verpachtet, damit die Dauercamper in Kasten weiterhin zu günstigen Konditionen bleiben können. Da dies nicht mehr der Fall ist, und es eine brutale Veränderung der Rahmenbedingungen gibt, werde ich versuchen, mit einer Klage den Vertrag mit der Gemeinde aufzulösen.“









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