Nach zwei Jahren Pandemie ist auf den Skipisten alles fertig „angerichtet“. Doch die Teuerungen könnten dem Pistenspaß einen Strich durch die Rechnung machen.
Es könnte das große Comeback-Jahr für die beliebten Schulskikurse werden. Könnte. Denn die Vorzeichen für das teure Freizeitvergnügen stehen auch diese Saison wieder einmal eher schlecht. Doch diesmal ist es nicht die Pandemie, sondern die hohe Inflation und die horrenden Teuerungen, die dem Wintersport so gar nicht in die Karten spielen. Corona-bedingt haben in den vergangenen zwei Jahren kaum Wintersportwochen stattgefunden und sind großteils abgesagt worden. Mit Ausnahmen von einigen Kursen im März 2022. Dennoch lassen die letzten Zahlen laut dem Verein Wispowo hoffen.
Erfreulicherweise ist an den Schulen heuer ein grundsätzlicher Nachholeffekt gegeben.
Marco Cerny von Wispowo, Servicestelle Wintersportwochen
Großer „Nachholeffekt“ an den meisten Schulen
Ende der 70er-Jahre waren pro Schuljahr noch 250.000 Kinder auf Skikurs, im Jahr 2018/19 waren es dann nur noch 160.000 Schüler. Aus diesem Jahr stammt auch die letzte Zahlenerhebung vom Bildungsministerium. Aber: Die Teilnehmerzahlen seien zuletzt wieder gestiegen und zudem gebe es an den meisten Schulen einen großen „Nachholeffekt“.
Derzeit liegen die Kosten für eine Wintersportwoche, die übrigens nicht immer eine ganze Woche ist, bei über 400 Euro, allerdings ohne Ausrüstung. Für viele Familien ist das immer weniger leistbar. Förderungen können bei der Bildungsdirektion angefordert werden. Einzelne Elternvereine unterstützen ebenfalls finanziell.
Thomas Krebs, oberster Pflichtschullehrer-Personalvertreter (FCG), kritisiert, dass die Förderung von 100 Euro pro Kind gleich geblieben ist. Auch immer weniger Lehrer seien dafür zu begeistern. Eine Wintersportwoche sei immer noch die kostengünstigste Möglichkeit, den Schneesport zu erlernen, heißt es dazu von Wispowo.
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