Ein vermuteter Hackerangriff auf das Parlament der Slowakei hat sich als technischer Fehlgriff eines Abgeordneten der größten Regierungspartei erwiesen. Robert Halak von der konservativ-populistischen Bewegung Gewöhnliche Menschen und Unabhängige Persönlichkeiten (Olano) bestätigte am Mittwoch einen „Irrtum“. Er habe in einem Sitzungsraum ein freiliegendes Netzkabel gesehen und ohne böse Absicht an die nächstmögliche Verbindung angeschlossen.
Dass er damit das gesamte Computersystem des Parlaments ausschalten würde, habe er nicht erwartet, so Halak. Opposition und Medien warfen den Regierungsparteien jedoch Demokratiegefährdung und Machtmissbrauch vor, um das Parlament vorübergehend lahmzulegen.
Sitzungen aufgeschoben, obwohl IT-Problem behoben war
Die liberale Tageszeitung „Dennik N“ wies am Donnerstag darauf hin, dass der am 27. Oktober erfolgte Ausfall der Computersysteme bereits am nächsten Tag vollständig behoben worden sei.
Trotzdem habe Parlamentspräsident Boris Kollar alle Sitzungen bis 8. November aufgeschoben. Seit dem Regierungsaustritt der Liberalen hat die Restkoalition keine Parlamentsmehrheit mehr. Sie konnte sich aber wiederholt in letzter Minute die Zustimmung parteiloser Abgeordneter sichern.









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