Gerade einmal 15 Jahre alt und schon vorbestraft. Dieses Mal ist eine Reihe von Delikten angeklagt: Raub, Diebstahl, Körperverletzung und so weiter. Insgesamt 27 Fakten hält die Staatsanwaltschaft dem Burschen vor - darunter auch fortgesetzte Gewalt! Er muss nun acht Monate in Haft ...
Am schwerwiegendsten ist wohl aber die fortgesetzte Gewalt gegenüber seinen Mitschülern und Lehrern. Er soll sie beschimpft, bedroht und verletzt haben. Im Landesgericht Wien bekennt er sich dazu aber nicht schuldig: „Sie haben mich ständig provoziert!“ Außerdem soll er im Klassenzimmer einen Sessel angezündet haben. Das tut er mit einem einfachen „Ich hab halt ein bisschen gezündelt“ ab. Am zweiten Prozesstag kommen nun auch Schüler zu Wort, die unter dem Terror des damals 14-Jährigen gelitten haben.
Gutachterin diagnostiziert Persönlichkeitsentwicklungsstörung
Verteidiger Arthur Machac ist der Meinung, der Bursche sei wegen seiner schweren Persönlichkeitsentwicklungsstörung nicht zurechnungsfähig. Die diagnostizierte ihm eine psychiatrische Gutachterin. Er sei zwar nicht altersentsprechend gereift, sollte aber trotzdem wissen, dass die Taten unrecht sind. Sie sieht ihn als vollkommen zurechnungsfähig.
Acht Monate Haft für Jugendlichen
Die Richterin zieht den Burschen - trotz jungen Alters - zur Verantwortung: Von dem Vorwurf der fortgesetzten Gewalt gegenüber seinen Mitschülern und Lehrern wird der 15-Jährige freigesprochen. Der Zeitraum sei einfach nicht lang genug gewesen. Auch den Raub soll er nicht begangen haben. Für die restlichen der insgesamt 27 Anklagepunkte wird er zu acht Monaten Haft verurteilt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.