Zu wenig Forstarbeiter

„Die Waldpflege ist das A & O für unsere Zukunft!“

Kärnten
03.09.2022 07:33

Der Landwirt Raimund Baumgartner spricht über die Wichtigkeit der Waldbewirtschaftung und sieht den Forstarbeitermangel als großes Zukunftsproblem.

Raimund Baumgartner kennt sich aus, wenn es ums Thema Holz geht. Der 55-Jährige bewirtschaftet gemeinsam mit seiner Frau Waltraud insgesamt 75 Hektar Wald in Reichenfels.

Naturnahe Bewirtschaftung
Die Familie setzt stark auf die naturnahe Waldbewirtschaftung. „Dabei geht es darum, dass der Wald keine Kahlflächen aufweist und immer bewirtschaftet wird. So können Unkräuter und Wildschäden verhindert werden“, erklärt der Bauer, der auch einen Bio-Ochsenbetrieb führt. „Es werden aber keine Jungpflanzen gesetzt, sondern die jungen Bäumchen wachsen aus den Samen der schon bestehenden Bäume.“

Ein bewirtschafteter Wald ist für die Familie das beste Mittel gegen den Klimawandel. „Die Bestände sind durch die ständige Pflege gesichert – das bringt nicht nur für die Waldbauern, sondern auch gegen die Erderwärmung Vorteile mit sich.“

211 Euro

kostet ein Raummeter Holz im Handel. Bei Waldbesitzer schwankt der Preis zwischen 130 bis 170 Euro. Brennholz ist derzeit Mangelware.

Erschließung mit Waldwegen wichtig
Baumgartner spricht unter anderem auch die Wichtigkeit der Erschließung mit Waldwegen an. „Eigentlich müsste jedes Waldstück gut zugänglich sein, so kann Schadholz sofort beseitigt, der Borkenkäfer rasch behandelt und die Folgeschäden verhindert bzw. eingedämmt werden.“

Forstarbeitermangel als Zukunftsproblem
Als großes Problem für die Zukunft nennt er den aktuellen Forstarbeitermangel. „Besonders für Waldbesitzer, die für die Baumpflege kaum Zeit finden, wird es künftig eine Herausforderung werden, Arbeiter zu finden – die Folge davon ist, dass die Fläche leidet – es ist ein Teufelskreis.“

MIt Staatspreis geehrt
Der 55-Jährige hat für sein Engagement den Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft erhalten. „2015 wurde ich wegen der Bewirtschaftung, der Wegerschließungen und für Bauen mit eigenem Holz als einziger Kärntner damit ausgezeichnet“, freut sich der Unterkärntner.

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