Wenn diese Vorwürfe stimmen, müssen sechs Kinder in Kärnten furchtbare erste Lebensjahre hinter sich haben. Denn ihre Mutter ist angeklagt, zumindest drei von ihnen über Jahre hinweg schwer misshandelt zu haben. Die Staatsanwältin listet auf, was die Kleinen über die 36-Jährige gesagt haben: „Sie schlug uns immer - mit Kochlöffel oder Lineal.“ Bei einem Mäderl soll sogar eine Rippe angebrochen sein.
Die Angeklagte ist eine adrette Frau. Kaum vorstellbar, was sie getan haben soll. Anklägerin Sandra Agnoli listet auf: „Sie hat ihre Kinder über Jahre hinweg misshandelt. Der Familienalltag war eine Katastrophe. Leider haben die Opfer sich lange nicht getraut, das zu erzählen.“
Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen
Erst als ein Streit zu Hause eskaliert sei, habe eine der Töchter die Polizei alarmiert: „Die Zehnjährige wollte ihre Geschwister schützen!“ Agnoli wirft der 36-jährigen Verkäuferin fortgesetzte Gewaltausübung vor - ein Delikt, das mit bis zu 15 Jahren bestraft werden kann, sollte es Dauerfolgen bei den Opfern geben. Wie es den Kindern geht - die Frau hat sechs mit drei verschiedenen Partnern - ist unklar. Denn „zu ihrem Schutz“ wird die Öffentlichkeit von dem Prozess ausgeschlossen. Wo war der Schutz allerdings in all den Jahren zuvor?
Denn das Martyrium soll fünf Jahre lang (!) gedauert haben und die Mutter mit ihren Kindern vom Jugendamt betreut worden sein. „Es gab bereits zwei Gefährdungsmeldungen“, so Staatsanwältin Agnoli. Auch eine Gerichtshilfe war zuvor schon angeordnet worden. Trotzdem sollen die Mädchen und Buben gequält worden sein.
„Bin nicht schuldig“
„Gewalt war die Erziehungsmethode“, heißt es. Bei einem Mäderl soll es sogar zu einem Rippenbruch gekommen sein. Der Prozess wird vermutlich länger dauern, da sich die Mutter keiner Schuld bewusst zu sein scheint. „Ein Kind ist manipulativ und wickelt Erwachsene um den Finger“, meint ihr Verteidiger.









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