Die Teuerungswelle hinterlässt im Alltag der Oberösterreicher ihre Spuren und verändert das Einkaufsverhalten. Gestiegene Preise bei Lebensmitteln erhöhen jetzt auch sichtbar die Nachfrage nach günstigeren Produkte und Eigenmarken, wie UNIGruppe-Chef Andreas Haider bestätigt.
Mit den Logistik- und Energiekosten hat’s angefangen, schnell zogen die Preise für Verpackungen, Rohstoffe und ähnliches an - und die Kunden müssen es bezahlen! Die Teuerungswelle macht vor der Lebensmittelindustrie nicht Halt, das wiederum schlägt sich auf die Preise der Produkte nieder. Kaufen die Menschen aufgrund der gestiegenen Fixkosten schon anders ein als vorher? „Ja“, antwortet Andreas Haider, Geschäftsführer und Eigentümer der UNIGruppe aus Traun. Mehr als 130 Unimärkte gehören zum Netz der oberösterreichischen Handelskette, dazu kommen die Filialen der Marke Nah&Frisch - Haider hat also einen guten Überblick.
Mehr und „schärfere“ Aktionen
Wann das veränderte Einkaufsverhalten sichtbar wurde? „Im Mai begann man’s zu spüren, dass sich die allgemeinen Teuerungen niederschlagen“, sagt der 53-Jährige. Die Menschen gehen seltener einkaufen, erzählt Haider: „Wenn man durch einen Markt geht, sieht man, dass die größten Grifflücken bei den günstigen Produkten sind.“ Eigenmarken werden verstärkt gekauft. Die Trauner reagierten, machen nun mehr und „schärfere“ (O-Ton Haider) Aktionen.
efko: Zurückhaltung bei „Ultrafrische“
Auch Lebensmittelhersteller spüren die Veränderungen. „Es gibt eine interessante Zurückhaltung bei ultrafrischen Produkten“, sagt efko-Geschäftsführer Klaus Hraby. Aufgrund der schwer einschätzbaren Situation in Bezug auf Erntehelfer hatten die Hinzenbacher Aktionen in Absprache mit dem Handel im Frühjahr eingestellt.
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