Auf einer Verkaufsplattform treiben sich aktuell wieder Betrüger herum. Die vermeintlichen Käufer haben es auf die Bankdaten der Opfer und damit deren Geld abgesehen.
Obwohl es mehr als 100 verschiedene Angelhaken auf willhaben.at zu kaufen gibt, wird dort gerade mit weitaus gefinkelteren Werkzeugen „gephisht“. Die Täter sitzen selten am Ufer, denn ihr Tatort ist der Computer. Wer bei willhaben.at etwas verkaufen möchte, soll sich sicher sein.
AK warnt
„Es ist zu keinem Zeitpunkt nötig, einem Interessenten private oder sensible Daten bekanntzugeben“, warnt Ulrike Weiß von der Arbeiterkammer OÖ. Die „Angler“ gewinnen das Vertrauen der Kleinanzeigenverkäufer und locken ihnen Zugangsdaten zu Bankkonten ab. Bei Online-Zahlungsvorgängen sind Passwörter, Kreditkarten, Pins oder Sicherheitscodes irrelevant. Lediglich der IBAN wird benötigt.
Sofort Betrugsanzeige machen
Falls man nun Opfer eines solchen Betrugs geworden ist, dann sollte man den Vorfall so schnell wie möglich melden. „Erstatten Sie eine Betrugsanzeige bei der örtlichen Polizei und informieren sie auch die Verkaufsplattform willhaben.at und ihre Bank über den Vorfall“, rät Weiß. Die Bank kann dadurch das Konto sperren und weitere Abbuchungen verhindern.
Täter nützen Krisen
Betrüger haben derzeit generell Hochsaison. „Seit der Coronapandemie sind wir in einer regelrechten Betrugswelle“, sagt Gerald Sakoparnig, Leiter der Abteilung Betrug im Landeskriminalamt. Und Sakoparnig weiß auch, warum die Kriminellen derzeit oft leichtes Spiel haben. „Sie hatten in Krisenzeiten – wie jetzt eben auch – schon immer Hochsaison. Sie nutzen die Unsicherheit und Ängste der Menschen aus“, weiß er.
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