Stadt ist säumig

Digitalisierung: Wiens Spitäler hinken hinterher

Wien
18.07.2022 16:00

Arzttermine per Mausklick, Telemedizin: Die Wiener ÖVP will die Digitalisierung im Gesundheitsbereich vorantreiben. Die Stadt ist säumig.

Gerade die Pandemie hat die Vorteile der Digitalisierung in den Fokus gerückt. Doch eine Anfrage der ÖVP an den Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) hat Versäumnisse im Wiener Gesundheitswesen aufgezeigt. Folgendes wird bemängelt:

  • Elektronische Fieberkurve: Diese wurde 2019 in der Klinik Hietzing pilotiert und würde eine große Erleichterung und Entbürokratisierung bringen.
  • Onlineterminvereinbarung: Derzeit ist das lediglich in der Klinik Floridsdorf und Hietzing möglich.
  • Online-Ambulanzen: Vor allem bei Patienten mit chronischen Krankheiten, wo ein Gespräch per Video ausreicht, würde das Zeit einsparen und den Patienten einen Spitalsbesuch ersparen.

„Die Digitalisierung im Wiener Gesundheitsverbund steckt weiterhin in den Kinderschuhen, obwohl vieles davon eine Selbstverständlichkeit sein sollte“, kritisiert die Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec (ÖVP). Das Büro Hacker sieht das jedoch anders.

Zitat Icon

Gerade in der Medizin ist die persönliche Patient-Arzt-Beziehung wichtig. Damit sind auch die Möglichkeiten der Digitalisierung begrenzt.

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker

Als Beispiele, wo Digitalisierung erfolgreich umgesetzt wird, werden das Impfservice der Stadt und die Gurgeltests aufgezählt. Aber auch der Einsatz von „OnCare“, einem Online-Informations- und Vernetzungsangebot für Krebskranke.

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