Der Blick in die Zukunft lässt Spitäler teilweise vor erhöhter Bettenbelegung als auch vor Personalmangel warnen. 1133 Normalbetten sind im Moment in Österreichs Spitälern mit Corona-Patienten belegt. Der Grund für die Hospitalisierung ist aber nicht immer die Viruserkrankung.
Die 1133 belegten Betten auf der Normalstation lösen derzeit keinerlei Alarmsignale aus. Wenngleich der Blick in die Zukunft in einigen Bundesländern nichts Gutes verheißen lässt: „Wir im Wiener Gesundheitsverbund beobachten den Anstieg der Corona-Neuinfektionen der letzten Wochen mit Sorge. Dieser Anstieg zeigt sich auch durch steigende Belagszahlen in unseren Kliniken – insbesondere im Bereich der Normalstationen“, so Gabi Egartner.
In Tirols Spitälern sorgen vor allem die Zahlen des Abwasser-Monitorings für erhöhte Alarmbereitschaft: „Sie lassen vermuten, dass die Zahl der Patienten in den nächsten Tagen/Wochen steigen könnte, weil im Abwasser Steigerungen bei der Viren-Last von 20 Prozent verzeichnet werden.“
Abbau von Überstunden und Alturlauben
Auch in Salzburg wird ein „besorgniserregender Anstieg von Patienten auf den Normalstationen“ beobachtet. Die personelle Lage in den Spitälern ist aber noch entspannt: „Wir haben aktuell keine Urlaubssperren für das Personal. Zudem werden Alturlaube bzw. Überstunden abgebaut“, so SALK-Pressesprecher Wolfgang Fürweger, der alleine in der Pflege von 600.000 Plus-Stunden spricht, die sich durch die Delta- und Omikron-Welle angesammelt haben.
Bei der derzeitigen Regelung könnte es bei einer großen Welle wieder zu Personalmangel kommen, da das Heraustesten aus der Quarantäne nach fünf Tagen so gut wie nie funktioniert.
Primar Rudolf Likar vom Klinikum Klagenfurt
Locker blickt man den nächsten Wochen in Kärnten entgegen. Zumindest was die Bettenbelegung betrifft. Primar Rudolf Likar vom Klinikum Klagenfurt spricht bei Corona eher von einer Begleiterscheinung als von einem Problem. Das sieht er eher beim Personal: „Bei der derzeitigen Regelung könnte es bei einer großen Welle wieder zu Personalmangel kommen, da das Heraustesten aus der Quarantäne nach fünf Tagen so gut wie nie funktioniert.“ Ein Grund, warum die Abschaffung der Quarantäne derzeit intensiv diskutiert wird.


















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