Challenge ging schief

Klebe-Attentat auf Mädchen frei erfunden: Urteil

Frei erfunden war - wie berichtet - ein angebliches Klebe-Attentat auf zwei Mädchen im Alter von 17 und 19 Jahren in Taiskirchen in Oberösterreich. Die beiden hatten einen Partygast der Tat bezichtigt - schlussendlich stellte sich heraus, dass es im Zuge einer TikTok-Challenge zu einem Missgeschick gekommen war. Die beiden Mädchen mussten sich nun vor Gericht verantworten.

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Geschehen war der Vorfall am 26. Februar. Die 19-Jährige versprach sich im Zuge einer TikTok-Challenge kurzzeitig vollere Lippen, indem sie Superkleber auf den Bereich zwischen Nase und Oberlippe gab. Dies ging allerdings schief, die Lippen der jungen Frau klebten zusammen. Sie musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Drohbriefe gefälscht
Die beiden Mädchen bezichtigten einen Partygast, Verursacher des Klebe-Vorfalls gewesen zu sein. Er habe den Mund der einen mit Superkleber am Arm der anderen festgeklebt. Als die Polizei dem vermeintlichen Verbrechen nachging, sollen die Mädchen dann unter anderem noch Drohbriefe gefälscht haben, um ihre Behauptung zu untermauern.
Die Aussage der jungen Frauen stellte sich im Zuge der Ermittlungen der Polizei schlussendlich als frei erfunden heraus. Die beiden legten ein Geständnis ab.

Am Donnerstag standen die Mädchen vor Gericht. Die 17-jährige Erstangeklagte musste sich wegen Körperverletzung, Verleumdung, falscher Beweisaussage und Fälschung von Beweismitteln verantworten und wurde zu drei Monaten bedingter Haft nach dem Jugendstrafrecht verurteilt, bestätigte eine Gerichtssprecherin.

Die 19-Jährige, deren Lippen zusammengeklebt waren, wurde wegen Verleumdung, falscher Beweisaussage, Fälschung von Beweismitteln und Entwendung zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt. Beide zeigten sich vor Gericht geständig. Für sie gilt eine Probezeit von drei Jahren, die Urteile sind bereits rechtskräftig.

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