Was Junge wollen

Die Pflegeausbildung muss moderner werden!

Was wünschen sich jene, die eine Ausbildung zur Pflegekraft machen? Dazu gibt es nun eine aktuelle Studie der Vinzenz Gruppe. Wichtig für die neue Generation: Flexibel bleiben, mehr Praxis und digitales Lernen.

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Österreichweit sind sich Absolventen von Pflegausbildungen einig: „Die neue Generation der Auszubildenden fordert modernere Unterrichtsmethoden. Die Ausbildung soll praxisorientierter, flexibler und digitaler sein“, fasst Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe, auf einer Pressekonferenz in Wien zusammen. Das Lernen endet auch nicht mehr mit der Unterrichtsstunde, viele wünschen sich Möglichkeiten außerhalb klassischer Zeiten.

Mehr als jeder zweite Befragte der Studie (durchgeführt von Sozial- und Wirtschaftswissenschafter Dkfm. Dr. Christoph Zulehner, Spezialist für Gesundheitswesen) hätte gerne die Möglichkeit eines berufsbegleitenden Studiums, über 70 Prozent die Vermittlung von Lerntechniken, Lerngruppen und „Buddy-Systeme“, bei denen ihnen eine Pflegekraft, die nicht zu den Lehrenden gehört, mit Rat und Tat zur Seite steht. 97 Prozent erwarten Online-Plattformen. Für über 80 Prozent ist etwa die gute Erreichbarkeit des Studienortes mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein Kriterium.

Innovativ: Beim „Diagnose-geleiteten Praktikum“ im Göttlicher Heiland Krankenhaus in Wien begleiten Studierende Patienten während ihrer gesamten „Reise“ von Ambulanz über Operation und Nachversorgung anstatt wie bisher nur einen kleinen Ausschnitt der Betreuung kennenzulernen. Ein Pilotprojekt startet im Herbst in Kooperation zwischen dem Göttlicher Heiland Krankenhaus Wien und der Fach-Hochschule-Krems: Auszubildende werden während ihres Praktikums unter Aufsicht von Pflegeprofis eine Station leiten und die Aufgaben vom Schichtdienst bis zum Management wahrnehmen.

Eva Greil-Schähs
Eva Greil-Schähs
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Sonntag, 14. August 2022
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