02.06.2022 14:08 |

Gegen Alkohol-Exzesse

Lignano verbietet zu Pfingsten sogar Wassermelonen

Der beliebte italienische Urlaubsort Lignano rüstet sich vor dem Pfingstwochenende für den erwarteten starken Andrang von Jugendlichen. Um befürchteten Alkohol-Exzessen vorzukommen, treten dabei recht strikte Regeln in Kraft. Neben einem Verbot von Getränken in Glasflaschen und Dosen, dürfen auch keine Wassermelonen verkauft werden - es drohen Strafen bis zu 5000 Euro.

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Schon in den vergangenen Jahren hat die bei den Österreicherinnen und Österreichern beliebte italienisch-friaulische Badeortschaft zu Pfingsten keine guten Erfahrungen mit der feiernden Meute gemacht. Bürgermeister Luca Fanotto, erklärte daher, dass über das Wochenende keine Getränke in Glasflaschen oder Dosen verkauft werden dürfen.

Dazu ist Lokalen nur erlaubt, Getränke in Plastik- oder Kartonbechern zu servieren.

Bis zu 5000 Euro Strafe
Das Trinken von alkoholischen Getränken außerhalb von Lokalen ist verboten. Die Betreiber wurden außerdem dazu aufgerufen, die Musiklautstärke zu reduzieren. Verstöße gegen die Verordnung sollen mit Verwaltungsstrafen zwischen 500 und 5000 Euro geahndet werden.

Selbst Blumenbeete werden abgesperrt
Verboten wird auch der Verkauf von Wassermelonen. Begründet wird dies damit, dass Gruppen von Jugendlichen die erfrischende Frucht besonders gerne beim Genuss von lauter Musik und Alkohol verzehrt hätten und dadurch der Stadtkern verschmutzt worden sei.

Ähnliche Vorfälle will der Bürgermeister heuer vermeiden. So wurden auch Brunnen und Blumenbeete im Zentrum abgesperrt, um Schäden zu verhindern, wie lokale Medien berichteten.

Lignano rüstet sich
Zusätzlich wird die Zahl der Sicherheitskräfte, die in der Stadt am Wochenende patrouillieren werden, verstärkt. Vor allem in der Nacht werden die Kontrollen auf dem Strand verschärft. Dabei sollen auch deutschsprachige Polizisten aus dem Südtiroler Tramin und aus Kärnten zum Einsatz kommen.

Über 80.000 Touristen werden am Pfingstwochenende in Lignano erwartet, davon 20.000 aus Österreich. Nach zwei Jahren Pandemie gelten in der beliebten Adria-Badeortschaft keine Restriktionen. Im Friaul rechnet man daher auch mit starkem Verkehr auf Straßen und Autobahnen.

Starkes Verkehrsaufkommen erwartet
Der örtliche Autobahnbetreiber „Autovie Venete“ rät Pfingsturlaubern aus Österreich und Deutschland auf den Autobahnen A23 (Udine-Palmanova) und A4 (Venedig-Triest) zu „äußerster Vorsicht“. Starkes Verkehrsaufkommen gab es bereits am Donnerstag, einem Feiertag in Italien (Tag der Republik). Auch in den nächsten Tagen wird mit überdurchschnittlich starkem Verkehr auf den Autobahnen in Friaul und Venetien gerechnet.

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