31.05.2022 22:42 |

„Für uns ein Notfall“

Sturmflut in Italien riss Strände teilweise weg

Die oft auch als Hausstrände der Österreicher bezeichneten Strände in Jesolo, Bibione und Lignano zeigten sich am Wochenende nicht unbedingt von ihrer schönsten Seite. Eine gewaltige Sturmflut sorgte nicht nur für bange Stunden im Norden Italiens - sie riss teilweise sogar Strände mit sich.

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Verantwortlich für die Wetterkapriolen am Samstag war der kalte Nordwind Bora, der so manchem Urlauber das verlängerte Wochenende vermieste. Den ganzen Tag hinweg drückte die Sturmflut gegen die Küste und riss dabei auch Strandschirme und sogar Bademeister-Türme mit ins Meer.

„Mehr als ein Kilometer Küste verschwunden“
In Bibione entstand durch die Wassermassen gar eine rund ein Meter hohe Stufe ins Meer. „Mehr als ein Kilometer der Küste ist ins Meer verschwunden. Zwei Reihen von Schirmen sind abgerutscht. Eine erste vorsichtige Schätzung beläuft sich auf 30.000 Kubikmeter verlorenen Sand“, so Gianfranco Prataviera, Präsident der Strandbetreiber Bibione Spaggia.

Auch in Lignano wurden enorme Sandmassen sowohl in Sabbiadoro als auch in Pineta ins Meer gespült. Die Strandbetreibergesellschaft sprach hier von einer immerhin bis zu 30 Zentimeter hohen Stufe.

„Haben keinen Strand anzubieten“
„Für uns ist das ein Notfall. Die Touristen kommen in Massen und wir haben keinen Strand anzubieten“, sagte der Strandmanager von Jesolo, Alessandro Iguadala, gegenüber der italienischen Tageszeitung „Il Gazzettino“. Dass die Bora derart heftig zuschlägt, sei ein Novum - der Strand müsste mittlerweile ständig neu hergerichtet werden.

Die Unwetter suchten nicht nur die Küstenregionen heim - auch im Piemont gingen gewaltige Gewitter nieder:

Jetzt werden Sandreserven angezapft
„Es fehlen umwelttechnische Studien sowie Konzepte und eine Infrastruktur. Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren“, so Iguadala. Jesolos Bürgermeister Valerio Zoggia sprach von Tausenden von Kubikmetern verlorenen Sandes: „Das wird jetzt alles von den Reserven in der Gemeinde wieder hergeführt.“

Schon am Montag rückten die betroffenen Gemeinden aus, um die Schäden an den Stränden wieder zu beheben. Mittels Traktoren ging es in Windeseile zur Sanierung, um die beliebten Regionen wieder Urlaubs-fit zu machen. Und auch das Wetter meinte es am Dienstag wieder besser mit den Urlaubern: Temperaturen jenseits der 20-Grad-Marke läuteten eine warme und sonnige Urlaubswoche ein.

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