19.05.2022 13:05 |

Krieg und Pandemie

So blicken jüngere Altersgruppen in die Zukunft

Seit elf Jahren führt das Beratungsunternehmen Deloitte weltweit und in Österreich Umfragen bei der Generation Z und den Millennials durch. Die Befragungen behandeln die Sorgen und Ziele der beiden Altersgruppen. Heuer zeigt sich, dass vor allem finanzielle Sorgen in den Mittelpunkt rücken. Gleichzeitig sind die Jungen bereit, sich zu engagieren, etwa für Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

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Die Generation Z und Millennials sehen pessimistischer in die Zukunft: Vor allem Klimawandel, Pandemie und Krieg versetzen die Altersgruppen in Sorge. Mehr als 23.000 junge Menschen weltweit, davon rund 500 in Österreich, wurden für diese Studie befragt.

Als Generation Z gelten heute 19- bis 27-Jährige, die Millennials sind also zwischen 28 und 39 Jahre alt.

Generationen haben sich neu orientiert
„Die Millennials und Generation Z haben sich in den Pandemiejahren neu orientiert“, so Elisa Aichinger, Partnerin bei Deloitte Österreich. Die wichtigsten Themen für junge Menschen sind die Klimakrise und die Aufrechterhaltung der finanziellen Sicherheit. Rund 40 Prozent sehen die Bedrohung durch die Klimakrise als größte Sorge, dicht gefolgt von den steigenden Lebenshaltungskosten.

Erwarten Verschlechterung
Österreichs junge Generationen sind im Allgemeinen noch besorgter als ihre Vergleichsgruppe weltweit: Rund die Hälfte der Befragten in Österreich erwartet für die nächsten zwölf Monate eine Verschlechterung der allgemeinen ökonomischen und sozialpolitischen Situation - global erwarten dies rund 40 Prozent.

Auch die finanziellen Erwartungen sind gesunken: Nur die Hälfte kann ihre monatlichen Lebenshaltungskosten bequem abdecken und nur fast 40 Prozent erwarten sich eine sichere Pensionsvorsorge.

Zu wenig Einsatz von Regierung
Fast zwei Drittel der Befragten in Österreich sind der Ansicht, dass sich die Welt am kritischen Wendepunkt befindet, um noch rechtzeitig auf den Klimawandel zu reagieren. Nur fünf Prozent glauben, dass sich Österreichs Regierung ausreichend für die Bekämpfung der Klimakrise einsetzt. Gleichzeitig ist die Bereitschaft, sich persönlich zu engagieren, sehr hoch: Mehr als die Hälfte sagt, dass sie konsequent daran arbeitet, sich klimafreundlich zu verhalten.

Angst vor Burn-out
Die Veränderungen in der Wertewelt haben unmittelbaren Einfluss auf die Loyalität - insbesondere bei der Generation Z: Fast 40 Prozent der Befragten aus dieser Altersgruppe wollen ihren Arbeitsplatz in den nächsten zwei Jahren aufgeben. Neben schlechter Bezahlung, fehlendem Sinn und mangelnder Perspektiven liegen die Hauptgründe dafür in dem hohen Stresslevel und Angst vor Burnout.

Viele haben die Pandemie-Jahre dazu genutzt, abzuwägen, welche Prioritäten sie im Leben haben. Auch der Wunsch nach hybriden Arbeitsformen sei deutlich gestiegen: Rund drei Viertel wünschen sich mehr Remote Working und flexible Arbeitszeiten.

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