Vergleich zugestimmt

Architekt zahlt für Linzer Brücken-Fehlplanung

Damit bleibt der Stadt ein langwieriges Verfahren mit möglicherweise horrenden Kosten erspart! In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag stimmten die Fraktionen dem Vergleichsangebot des französischen Architektenteams zu. Die Arbeitsgemeinschaft um Marc Mimram kommt für die errechneten Mehrkosten von 5,2 Millionen € auf.

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Im August 2021 wurde die Eisenbahnbrücke mit Pauken und Trompeten eröffnet. Nach turbulenten fünf Jahren - drei davon reine Bauzeit - und ein Jahr später als geplant. Rückblick: Im Dezember 2019 wurde im Gemeinderat eine Erhöhung des Kostenrahmens beschlossen. Mehrkosten, die durch den Planungsfehler des französischen Architektenteams entstanden waren. Noch in derselben Sitzung wurde daraufhin das Kontrollamt einstimmig damit beauftragt, alle Vorgänge rund um das Brückenprojekt zu überprüfen.
14 Monate später wurde im 115-seitigem Bericht einmal mehr deutlich: Der Grund allen Übels lag beim Architekten, der die Donauquerung zu schwach dimensioniert hatte. Dies hatte bekanntlich unter anderem zur Folge, dass für die Stahlkonstruktion tatsächlich 500 (!) Tonnen Stahl zu wenig einberechnet wurden.

Stadtchef froh über außergerichtliche Einigung
Doch nun kommt das Team rund um Marc Mimram für die Brückenfehlplanung auf, nachdem die Fraktionen in der gestrigen Gemeinderatssitzung – unter Ausschluss der Öffentlichkeit – dem Vergleichsangebot zugestimmt hatten. SP-Bürgermeister Klaus Luger zufrieden: „Ich bin froh, dass wir doch noch eine außergerichtliche Einigung erzielen konnten. Wäre es zu einem Prozess gekommen, hätte der Stadt ein langwieriges Verfahren mit eventuell erheblichen Anwalts- und Verfahrenskosten gedroht.“

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