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So gut bzw. schlecht sind die Wiener Öffis

Der Wiener raunzt gerne, besonders wenn ihm die Bim vor der Nase wegfährt. Wir haben uns angesehen, was bei den Öffis gut funktioniert und wo es Verbesserungsbedarf gibt. 

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Zunächst zu den positiven Dingen Hier sind die Wiener Linien sehr gut unterwegs:

  • Verfügbarkeit: Das Netz umfasst (von kleinen Lücken abgesehen) einen Großteil der Stadt und wird ausgebaut – etwa die U5 oder Verlängerung der U2 nach Süden.
  • Intervalle: Die U-Bahn im Drei- bis Fünf-Minuten-Takt, auch die Straßenbahnen und Busse fahren – mit Ausnahmen am Stadtrand – häufig. Da könnten sich andere Bundesländer ein Stück davon abschneiden.
  • Ticketpreise: Die Jahreskarte (365 Euro im Einmalerlag, sonst 33 Euro im Monat) ist im internationalen Vergleich sensationell günstig. Die restlichen Fahrscheinkategorien sind preislich ebenso in Ordnung. Wermutstropfen: Kostendeckend sind die Ticketeinnahmen bei Weitem nicht. Die Stadt muss viele Millionen zuschießen.
  • Sicherheit: Hoch, auch durch eigenes Sicherheitspersonal und Sonderstreifen der Polizei.
  • Sauberkeit/Hygiene: Hat sich in jüngster Vergangenheit erheblich verbessert.
  • Fahrgastinfos: Der Social-Media-Auftritt ist vorbildlich, die Durchsagen in Fahrzeugen und Stationen über Ausfälle und Co. meist tadellos, oft auch witzig und charmant.

 Diese Punkte müssen sich noch verbessern:

  • Klimatisierung fehlt: Im Sommer gleichen alte U-Bahn-Garnituren, Straßenbahnen und Busse einer Sauna. Es wurde aber etwa bei der U6 bereits einiges getan: Klimaanlagen wurden installiert, Sonnenschutzfolien und Belüftungskiemen angebracht.
  • Wenig Busse am Stadtrand: Wer nicht an einer U-Bahn-Station wohnt, hat es am Stadtrand schwer. Eine Stunde Fahrzeit in die City inklusive mehrmaligem Umsteigen ist keine Seltenheit.
  • Ausfälle: Im Gegensatz zu etwa London halten sich die Ausfälle in Grenzen. Probleme mit den Garnituren gibt es aber vor allem auf der Linie U4 - natürlich im Frühverkehr. Pandemiebedingt kommt es zudem derzeit zu Personalausfällen. Also gilt auf einigen Linien der Ferienplan, was wiederum volle Straßenbahnen zur Folge hat.
  • Blockade durch Demos: Jedes Wochenende tuckern die Ringlinien wegen Demos nur dahin. Können die Wiener Linien aber nicht alleine lösen.
  • Horror-Haltestellen: An den Stationen Gumpendorfer sowie Josefstädter Straße will man sich aufgrund der dortigen Suchtgiftszene nur kurz aufhalten.
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