03.03.2022 15:25 |

China empört

„Nicht um Invasionsverlegung nach Olympia gebeten“

China hat Russland nach eigenen Angaben nicht um eine Verschiebung der Invasion in die Ukraine bis nach den Olympischen Winterspielen in Peking gebeten! Außenamtssprecher Wang Wenbin nannte einen entsprechenden Bericht der „New York Times“ am Donnerstag vor der Presse in Peking „falsche Nachrichten“: „Eine solche Methode, die Aufmerksamkeit abzulenken und Schuld zuzuweisen, ist verabscheuungswürdig.“

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Der Sprecher wiederholte Beschuldigungen, wonach die NATO-Erweiterung Ursache des Konflikts sei. „Jene, die das Problem schaffen, sollten auch diejenigen sein, die es lösen.“

Die „New York Times“ bezog sich in ihrer Darstellung auf einen „westlichen Geheimdienstbericht“. Demnach habe ein hoher chinesischer Offizieller einem russischen Konterpart Anfang Februar gesagt, nicht vor dem Ende der Winterspiele in der Ukraine einzumarschieren, wie ein hoher US-Regierungsbeamter und ein europäischer Beamter berichtet hätten. Tatsächlich marschierte Russland erst wenige Tage nach der Schlussfeier am 20. Februar in die Ukraine ein.

Zur Eröffnung der Winterspiele war der russische Präsident Wladimir Putin am 4. Februar noch selbst mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking zusammengetroffen. Beide Präsidenten bekräftigten dabei ihre „strategische Partnerschaft“, demonstrierten den Schulterschluss gegen den Rivalen USA und verurteilten die NATO-Osterweiterung.

Der Geheimdienstbericht deutete laut „New York Times“ nicht zwingend an, dass ein Austausch über die Invasion zwischen Putin und Xi stattgefunden habe. Die „New York Times“ hatte zuvor bereits US-Quellen zitiert, wonach Peking mehrfach von den US-Amerikanern gewarnt worden sei, dass eine russische Invasion in die Ukraine bevorstehe. Doch die chinesische Seite habe diese Möglichkeit abgetan.

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