09.02.2022 06:00 |

Indexanpassung

Einer Million Menschen droht kräftige Mieterhöhung

Durch die Anpassung der Richtwert- und Kategoriemieten an die Inflation droht einer Million heimischer Mieter am 1. April eine kräftige Erhöhung des Zinses. Die Arbeiterkammer rechnet teils mit fast sechs Prozent und fordert, dass die Anhebung, so wie schon 2021, ausgesetzt wird, da viele sich Wohnen nicht mehr leisten können.

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„Beim politischen Willen geht sich das noch aus“, so AK-Wohnexperte Thomas Ritt. Die Verteuerung ist gesetzlich alle zwei Jahre vorgesehen und erfolgte zuletzt 2019. Betroffen sind Mieter im privaten Altbau, die vor 1945 errichtet wurden und deren Mietvertrag nach 1994 abgeschlossen wurde (750.000 Menschen).

Verschiedene Basiskosten in Bundesländern
Bei einer 80-m2-Wohnung ergeben sich laut Berechnung der Mietervereinigung in Wien jährliche Mehrkosten von 360 Euro, in Oberösterreich von 390 Euro. In der Steiermark sind es geschätzte 500 Euro, in Vorarlberg 550 Euro. Die Unterschiede ergeben sich durch verschiedene Basiskosten: In der Bundeshauptstadt zahlt man z. B. 5,81 Euro/m2, im Ländle sind es 8,92 Euro/m2.

Beim Kategorie-Mietzins, der 250.000 Menschen betrifft und für noch früher vermietete Objekte gilt, sind im Schnitt pro Jahr mit 210 Euro mehr zu rechnen.

Kampf gegen Befristung
Neben dem Kostenplus kämpfen AK und Mietervereinigung auch gegen die Befristung. Dadurch zahlen die Mieter zwar 25 Prozent weniger. Laut Ritt hielten sich aber nicht viele Vermieter an diese Reduktion und die Mieter könnten sich nicht wehren, weil sie den Rauswurf fürchteten. Deshalb müsste die Befristung bis auf wenige Ausnahmen verboten werden. Eine weitere Forderung: Die Maklergebühr soll derjenige zahlen, der das Büro beauftragt. 

Eva Mühlberger
Eva Mühlberger
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