Nach Camp-Räumung

Ludwig: „Gesprächsangebote leider erfolglos“

Nach der erfolgten Räumung des Protest-Camps am Dienstag in Wien hat sich Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) zu Wort gemeldet. Er erinnerte unter anderem an unzählige Gesprächsangebote der Stadt an die Besetzer, die „leider erfolglos“ gewesen seien und nannte einmal mehr Gründe für die Notwendigkeit des Baus der Stadtstraße.

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Ludwig verwies darauf, dass bereits im Dezember die Versammlung auf der Baustelle behördlich aufgelöst worden sei. Der Bau der 3,2 Kilometer langen Gemeindestraße, auf der künftig Tempo 50 gelten werde, sei für Wien bzw. die Seestadt Nord essenziell und „behördliche Auflage“, zudem der „Schlüssel für den klimafreundlichen, leistbaren Wohnraum für rund 60.000 Menschen“, teilte er via Twitter mit. Für diese Anzahl an Menschen benötige es eine „gut ausgebaute, höherrangige Straße".

Anstieg der Mieten, Wachsen des Speckgürtels
Als weiteren Grund für die Notwendigkeit der Stadtstraße nannte Ludwig auch leistbares Wohnen. Dieses würde in der schnell wachsenden Stadt immer knapper werden, und damit zu höheren Mieten führen. Ohne Stadtstraße würde zudem der „Speckgürtel um Wien schneller wachsen, was einen Anstieg des Pendlerverkehrs und des Bodenverbrauchs zur Folge hätte“, so Ludwig. Der Bürgermeister verwies zudem darauf, dass der Öffi-Ausbau in der Stadt stets Vorrang habe, mit Blick etwa auf die U2-Verlängerungen in die Seestadt.

Auch das erklärte Ziel, Wien bis 2040 klimaneutral werden zu lassen, könne nur erreicht werden, „indem wir an den großen Schrauben drehen“, meinte Ludwig. „Wir stellen den Menschen und seine Bedürfnisse ins Zentrum aller Anstrengungen.“

Zwölf Festnahmen, stundenlange Räumung
Mehrere Stunden lang hatte am Dienstag die Räumung des Protest-Camps gedauert. Zwischenzeitlich drohte die Situation gänzlich zu eskalieren, als Demonstranten von der Polizei errichtete Sperrgitter niederrissen und versuchten, wieder auf das Areal zu gelangen. Es kam zu insgesamt zwölf Festnahmen. 

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