19.01.2022 11:41 |

Vorfall an Grenze

Schüsse auf Soldaten: Schlepper in Ungarn gefasst

Festnahme nach den Schüssen auf Soldaten an der burgenländisch-ungarischen Grenze am Montag: Wie berichtet, hatte ein Schlepper mehrfach auf Soldaten gefeuert, und war danach nach Ungarn geflohen. Am Mittwochmorgen konnten ungarische Polizeibeamte ein Auto mit drei Insassen stoppen. Unter ihnen befand sich der gesuchte 25-jährige Moldawier.

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Die Soldaten wollten am Montag in der Früh das Fahrzeug mit ungarischen Kennzeichen beim Grenzübergang Bildein (Bezirk Güssing) kontrollieren, der Fahrer stieg jedoch aufs Gas. Der Wagen wurde auf einem Feldweg verfolgt, als er dann von der Straße abkam. Ein Verdächtiger lief daraufhin Richtung Ungarn davon und schoss von ungarischem Staatsgebiet aus auf die Soldaten, sie blieben aber unverletzt. Im Fahrzeug befanden sich zwölf Flüchtlinge, ein weiterer Schlepper, ein 22 Jahre alter Moldawier, konnte noch vor Ort festgenommen werden.

Nach dem Flüchtigen wurde seither intensiv gefahndet - mit Erfolg. Am Mittwochmorgen stoppten Streifenbeamten in Körmend ein Fahrzeug mit ungarischem Kennzeichen. Darin saßen drei Männer. Einer von ihnen stellte sich laut Angaben der ungarischen Polizei als der gesuchte Verdächtige heraus. Er wurde, wie auch die beiden anderen Moldawier, festgenommen. Die Ermittlungen laufen. 

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Der gegenständliche Fall hat einmal mehr gezeigt, wie effizient und rasch die Kooperation an der burgenländisch-ungarischen Grenze funktioniert.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP)

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) bedankte sich am Mittwoch bei der ungarischen Polizei für die Zusammenarbeit und gratulierte „zum raschen Fahndungserfolg. Der gegenständliche Fall hat einmal mehr gezeigt, wie effizient und rasch die Kooperation an der burgenländisch-ungarischen Grenze funktioniert“, betonte er. Das Polizeikooperationszentrum in Nickelsdorf sei dabei Dreh- und Angelpunkt der grenzübergreifenden Ermittlungsarbeit.

Tanner: „Weitere Stufe der kriminellen Energie“
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) hatte sich nach dem Vorfall hinsichtlich der Gewaltbereitschaft schockiert gezeigt. Eine derartige Tat sei „eine weitere Stufe der kriminellen Energie“, wie sie erklärte. „So was hat es noch nie gegeben, dass auf österreichische Soldaten geschossen wurde“, sagte Tanner. Den drei Milizsoldaten und dem Wachtmeister vom Jägerbataillon 17 überreichte sie jeweils eine persönliche Anerkennungsmedaille als Dank.

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