18.12.2021 10:01 |

6 Monate nach 2. Stich

Impfgremium empfiehlt Booster auch für Jugendliche

Das Nationale Impfgremium (NIG) hat die Booster-Impfung gegen Covid-19 auch für Zwölf- bis 17-Jährige und Schwangere freigegeben. „Aufgrund der aktuellen Situation“ (Stichwort Omikron) werde eine Drittimpfung bei Personen zwischen zwölf und 17 Jahren ab dem sechsten Monat nach der Zweitimpfung empfohlen, heißt es in der Anwendungsempfehlung.

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Die rasche Ausbreitung der Omikron-Mutation des Erregers SARS-CoV-2 könnte in den kommenden Wochen jedoch sogar zu einer Verkürzung auf vier Monate führen. Hierzu finden laufend Bewertungen der aktuellen Lage statt, betonten die Experten des NIG am Freitag.

Erste und nur sehr begrenzte Daten zur Wirksamkeit der Schutzimpfung gegen Omikron „weisen darauf hin, dass die Schutzwirkung durch die verfügbaren Impfstoffe reduziert sein dürfte, die Effektivität hinsichtlich der Vermeidung von Hospitalisierung, schweren Verläufen und Todesfällen dürfte nach dreimaliger Impfung jedoch noch gegeben sein“, heißt es allgemein zur neu aufgetretenen Virusvariante.

Dritte Impfung für Schwangere empfohlen
Bezüglich einer dritten Impfung bei Kindern von fünf bis elf Jahren gibt es derzeit keine ausreichenden Daten, sodass noch keine Empfehlung abgegeben werde, hielt das NIG fest. Anders ist die Einschätzung der Mediziner für Schwangere. Schwangerschaft wurde in der Anwendungsempfehlung unter die Risiken für einen schweren Verlauf von Covid-19 aufgenommen.

Sollte eine Drittimpfung gemäß den Empfehlungen in die Zeit einer Schwangerschaft fallen, wird nun die Durchführung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen, dabei soll wie für alle Covid-19-Impfungen in der Schwangerschaft das Vakzin Comirnaty von Biontech/Pfizer eingesetzt werden.

Nach Stich Sportkarenz für eine Woche
Die Drittimpfungen für Unter-18-Jährige und Schwangere erfolgen jeweils off-label, also ohne offizielle Zulassung der Vakzine für diese Personengruppen, betont das NIG. Das Gremium rät nun außerdem grundsätzlich nach Covid-Schutzimpfungen zu drei Tagen körperlicher Schonung sowie Sportkarenz für eine Woche. Bei Atemnot oder Brustschmerzen sollte ärztliche Hilfe in Anspruch benommen werden.

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