04.12.2021 07:01 |

Kärnten Inoffiziell

Polit-Überblick: Jeder gegen jeden in Kärnten

Coronakrise, Wirtschaftskrise, Inflation und Politbeben in Wien - was machen die Parteien in Kärnten? Sie streiten jeder gegen jeden. Der Versuch, da den Überblick zu behalten.

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Kreuz und quer durch Parteien und Personen wird derzeit in Kärnten gedroht, gestritten, beflegelt und geklagt.

FPÖ vs. SPÖ: Es geht um Corona und Herbert Kickl.
Kärntens Gesundheitsreferentin Beate Prettner glaubt in der „Freiheitstour“ von Kickl die Ursache für Infektionen und Spitalsaufenthalte, sogar für Todesfälle erkannt zu haben. Darauf kontert FP-Chef Erwin Angerer mit einer Rücktrittsaufforderung und einer Klagsdrohung. „Woher hat Prettner die Infos?“ Angerer sieht „Stasi-Methoden“. SP-Landesgeschäftsführer Andreas Sucher seinerseits erkennt: „Der FPÖ steht das Virus bis zum Hals!“

ÖVP vs. FPÖ: Schwarz hilft Rot gegen Blau.
Der Klubobmann der VP, Markus Malle, springt Prettner in dem Konflikt zur Seite: „Die FPÖ muss ihr verantwortungsloses Verhalten abstellen, es rächt sich beim hohen Infektionsgeschehen in Kärnten.“ Die FPÖ möge mit Aufklärung im eigenen Klub beginnen, so Malle, der auf die Coronaaffäre um Elisabeth Dieringer-Granza anspielt. Die Mandatarin saß infiziert im Landtag.

SPÖ vs. FPÖ: Sadismus ist ein starkes Wort.
Der Sprecher von LH Kaiser, Andreas Schäfermeier, findet auf seinen privaten Social Media-Kanälen harte Worte: „Österreich hat mit der FPÖ die dümmste, verlogenste und sadistischste Oppositionspartei.“ Auch dabei geht es um das von der FPÖ zu oft ignorierte Virus.

SPÖ vs. ÖVP: LH Kaiser und seine Kritik an Kurz.
Distanziert reagiert Landeshauptmann Peter Kaiser auf den Rücktritt von ÖVP-Chef Sebastian Kurz. Die Entscheidung sei zur Kenntnis zu nehmen, die Stellungnahme von Kurz aber eine Farce gewesen, sagt der Kärntner Landeshauptmann. Das Ganze sei aber auch eine Zerreißprobe für die Koalition auf Bundesebene, so LH Kaiser.

TK vs. ÖVP-Rochaden
Team-Kärnten-Chef Gerhard Köfer zu seiner Sichtweise: „Österreich verkommt zu einem Versuchslabor der ÖVP. Die aktuellen Zeiten sind nicht dafür geeignet, um Personal-Experimente zu lancieren.“

Grüne gegen die Steuerzahler: Es geht um eine halbe Million Euro.
Die Grünen sind 2018 ja aus dem Landtag geflogen, 590.000 Euro an restlicher Klubförderung zahlen sie nicht zurück. Wobei: Es sind nur noch 500.000 Euro, weil Juristen, Gutachten und so kosten auch Geld. Sagen sie. Juristen stellen Fragen: „Auf welcher gesetzlichen Basis agiert der ,Vormals Grüne Klub im Landtag‘ mit Sprecher Michael Johann? Wie legitimiert sich das Gremium, wie viele Mitglieder gibt es?“ Seitens des Landes scheint sich das Interesse am Geld in Grenzen zu halten.

Eines ist pikant: Kann jetzt jeder Zivilbürger ohne Mandat über eine halbe Million Euro verfügen?

Alle gemeinsam gegen das Virus und die Krise:
Leermeldung.

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger
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