Es geht um Milliarden

Ministerin begräbt Lobautunnel: Jetzt droht Klage

Es war längst ein offenes Geheimnis: Umweltministerin Leonore Gewessler begräbt nach einer von ihr angeordneten Evaluierung aller Projekte durch die Asfinag den Lobautunnel aus Umweltschutz-Bedenken! Die Stadt Wien kündigte Milliardenklagen gegen die Absage an. Verkündet werden soll das Aus offiziell morgen früh. 

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Auch die umstrittene S 34, die vierspurige Traisentalschnellstraße von St. Pölten nach Wilhelmsburg, wird nach heftigsten Protesten der Umweltschützer ad acta gelegt!

Wie berichtet, blockieren und campieren Umweltaktivisten bereits seit Wochen etwa die Lobau-Baustelle der Wiener Stadtstraßen-Anschlussstelle. Auch auf der Straße ist aufgrund der Pläne für den Bau der Lobau-Autobahn aufmarschiert worden, befürchtet wird ein nachhaltiger massiver Schaden für die Natur. Umweltschützer sprechen vom „teuersten und umweltschädlichsten Autobahnvorhaben Österreichs“.

Störung von Grundwasserströmen, Kontaminierung
Ein Kritikpunkt: Grundwasserströme könnten durch den Bau des Lobautunnels gestört werden. Auch eine Verunreinigung eines riesigen unterirdischen Wasserspeichers durch einen undichten Tunnel wird befürchtet. Befürworter sehen das anders. Der Tunnel wäre 60 Meter unter der Erde, nach Meinung der Stadt die ökologisch verträgliche Variante und sie würde Flora und Fauna im Nationalpark schützen. 

Verkehrsentlastung oder Zunahme?
Die Verkehrsentlastung, die die Umfahrung bringen soll, wird seitens der Gegner in Abrede gestellt, vielmehr eine Zunahme des Verkehrs befürchtet. Vermehrt solle in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs gesetzt werden. Befürworter halten dagegen, dass die Umfahrung eine Entlastung der Südosttangente und der Ostautobahn zwischen Wien und Knoten Schwechat bringe. Nach dem Lückenschluss könnte die Tangente für den Transitverkehr gesperrt werden.

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