Debatte in Sierning

„Drei Vize-Ortschefs sind purer Luxus“

Im Vergleich zu Braunau, Ried, Gmunden oder Vöcklabruck hat Sierning deutlich weniger Einwohner. Dennoch beharrt SP-Bürgermeister Richard Kerbl darauf, dass der 9500-Einwohner-Ort drei und damit einen Vizebürgermeister mehr als die Bezirkshauptstädte haben soll. Das sorgt für Debatten.

Ein Bürgermeister, dazu drei Stellvertreter! Das gibts Linz, Wels, Steyr, Enns und Leonding sowie in der Gemeinde Sierning, wo deshalb die Wogen hoch gehen. Im Gemeinderat wollten VP, FP und Grüne zuletzt die lange Tradition des dritten Vizebürgermeisters im Ort beenden, scheiterten an der absoluten Mehrheit der SP. „Ohne irgendeine Notwendigkeit wird ein zusätzlicher Titel geschaffen, der unnötige Mehrkosten von 18.000 Euro pro Regierungsperiode verursacht“, ärgert sich Irene Moser (VP) über den politischen Luxus.

SP stellt zwei der drei Orts-Vize
Sie ist aktuell zweite Vize-Ortschefin und wäre von der Streichung nicht betroffen. Erster Vize ist Helmut Reiter. Ursula Auer vervollständigt das Trio: „Sierning ist eine große Gemeinde und hat sehr viele Vereine mit vielen Aktivitäten. Alle Feste und Feiern kann der Bürgermeister nicht alleine wahrnehmen und braucht eine Vertretung. Von der Außenwirkung ist es besser, wenn das ein Vize und nicht ein Gemeindevorstand macht“. Moser schüttelt den Kopf: „Ich habe in den letzten sechs Jahren als Vizebürgermeisterin, nie zu einer Veranstaltung müssen.“

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Alle drei Vizebürgermeister üben diesen Job nebenberuflich aus.

Georg Bramberger, SP-Fraktionschef

Ortschef Richard Kerbl war gestern aus terminlichen Gründen nicht erreichbar. Statt ihm meldete sich SP- Fraktionschef Georg Bramberger: „Rechtlich sind drei Vizebürgermeister möglich. Wenn die VP eine Änderung will, soll sie Druck beim Land ausüben. Dort hat die SP einen Antrag dazu schon gestellt.“ Nachsatz: „Alle drei Vizebürgermeister üben diesen Job nebenberuflich aus.“

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Mittwoch, 08. Dezember 2021
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