11.11.2021 14:13 |

Aktuelles zum Virus

Mehr als 700 Corona-Neuinfektionen in Kärnten

Die Zahl an Corona-Neuinfektionen schnellt österreichweit besorgniserregend schnell in die Höhe. Allein in Kärnten meldete das Land am Donnerstagmorgen 701 neue Fälle. Durch den rasanten Anstieg kommt es bei der Ausarbeitung der Testergebnisse derzeit zu massiven Verzögerungen. Auch das Contact Tracing hat mit Problemen zu kämpfen. In Krankenhäusern wurden währenddessen die Besucherregeln bereits verschärft.

Verzögerungen bei Auswertungen
Durch die vielen Testungen, die derzeit durchgeführt werden, kommt es bei der Analyse in den Labors zu langen Verzögerungen. „Obwohl bereits in vielen Bereichen aufgerüstet wurde, gibt es mehrere Problemstellungen“, sagt Landespressesprecher Gerd Kurath. So auch bei den Verdachtsfallteststraßen, wo nach Priorität vorgegangen wird. „Oberste Priorität haben Verdachtsfälle, erst danach werden Kontaktpersonen der Kategorie 1 abgearbeitet, an dritter Stelle stehen die Kontaktpersonen der Kategorie 2 und letzte Priorität haben aufgrund der hohen Auslastung jene Personen, die sich freiwillig testen lassen wollen.“

Fakten

  • 701 Neuinfektionen
  • 5076 Kärntner derzeit infiziert
  • 157 (+6) in stationärer und 33 (+3) in intensivmedizinischer Behandlung
  • 866 Todesfälle (+3)
  • 462.133 abgenommene PCR-Proben (+2.912)
  • 54.676 bestätigte Infektionen seit Beginn der Pandemie
  • 48.734 (+396) Genesene

Keine zusätzlichen Bevölkerungstests
In den Teststraßen des Roten Kreuzes werden im November keine zusätzlichen Bevölkerungstests mehr durchgeführt - bereits terminierte Bevölkerungstests behalten für dieses Monat jedoch ihre Gültigkeit. „Wir bitten, die bereits vereinbarten Termine auch wahrzunehmen oder zu stornieren - damit können derzeit wertvolle Ressourcen geschont werden“, so Kurath. Die Rückmeldung der Testergebnisse erfolgt im Normalfall binnen 24 Stunden, jedoch ist hierbei nicht der Zeitpunkt des Abstrichs, sondern das Eintreffen der Probe im Labor ausschlaggebend, da diese gesammelt und nicht einzeln ins Labor geschickt werden.

Probleme beim Contact Tracing
Auch beim Contact Tracing gibt es in Kärnten Verzögerungen. „Die Fälle werden sukzessive abgearbeitet. Es kann aber bis zu zwei Tage dauern, bis einzelne Cluster aufgearbeitet sind. Es arbeiten alle, auch in anderen Gesundheitsbereichen, am Limit. Ich bitte daher um Verständnis und Geduld“, appelliert Kurath. Vor allem in den Bereichen Haushalt und Freizeit würden die Infektionen derzeit rasant ansteigen. Zudem sind in Kärnten zwölf Klassen und eine Schule wegen Corona geschlossen. 

Verschärfte Besucherregeln in Krankenhäusern
Aufgrund der aktuellen Infektionszahlen wurden in den Kabeg-Spitälern die Zugangsregelungen verschärft. Zu den bereits bestehenden Maßnahmen, wie ein Besucher pro Patient und Tag, der Anmeldung am Vortag und dem Tragen einer FFP2-Maske im gesamten Haus, haben ab sofort nur noch Besucher mit 2-G Zutritt. „Für geplante ambulante Patienten gilt die 2,5-G-Regel. Dies bedeutet, dass auch ein PCR-Test akzeptiert wird, Antigen- oder Wohnzimmertests gelten nicht als Nachweis!“, heißt es seitens der Kabeg.

Manuela Karner
Manuela Karner
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